Monday, 14. may 2012 1 14 /05 /Mai /2012 17:48

...rosa... ich sehe nur noch: rosa... wohin ich blicke: rosa Wände... rosa Schriftzüge... rosa Flyer mit Kursangeboten, die einen errosanen lassen... das alles aufgelockert durch weiße Lacktische, weißes Kunstleder und weiße Lacktischdecken an weißen Stehtischen mit weißen Lackstühlen.

Nein, ich nehme keine Drogen.

Auch wenn es sich so anfühlte als ob, nachdem die rosa-weiße Landschaft erst mal mit der 70er-Jahre Discobeleuchtung angestrahlt wurde.

Der erste Gedanke beim Betreten der Location: "Die drehen hier Filme!" Und zwar keine mit FSK16.

Immerhin: wir sind heil aus dem Laden wieder rausgekommen, ohne dass uns ein Job als Darsteller angeboten wurde, also vielleicht haben wir das Klischee auch nur falsch interpretiert??

Jedenfalls: der helle rosarote Wahnsinn - geile Hütte!

Man hätte vielleicht misstrauisch werden sollen bei der Lage an der Ausfallstraße, letztes Haus vor der Autobahn rechts.

Andererseits:

Wir hätten einen wahnsinns-Klischee-Abend verpasst.

Und hätten jetzt die perfekte Party-Location für den nächsten runden Geburtstag.

Dann allerdings führt kein Weg vorbei an einer Motto-Party, gegen die der Christopher Street Day aussehen wird wie Kindergeburtstag!

Ich sage nur: Miss Piggy auf Speed Hormonen würde sich wohlig suhlen, es fehlten allein die Plüschkissen, aber vielleicht kommen die noch wenn alles fertig ist.

Was man doch alles mitmacht wenn man glaubt, zum Tanztee zu schreiten!

von Blondisoph - veröffentlicht in: Welterkenntnisse einer Blondine - Community: Alltagswahnsinn
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Saturday, 5. may 2012 6 05 /05 /Mai /2012 16:02

Das Camping-Wochenende hinterlässt tiefe Spuren, plötzlich wird der Alltag in Frage gestellt:

Warum hat die Generation-des-goldenen-Handschlags so hohe Pensionen? Warum sind 6tausend Einkaufswagenpfandmarken pro Monat manchen trotzdem zu wenig? Und warum zum Teufel muss ich noch 30 Jahre arbeiten, bis ich mich auf Kaffeefahrten und Dauercamper einlassen kann??

Also, in meinem nächsten Leben werde ich gleich Rentner, von Anfang an! Früher dachte ich mal, reich heiraten, Kinder kriegen und Hausfrau werden würde einem ein süßes Leben ermöglichen, aber das funktioniert ja dann doch nicht so recht (wer immer noch diesem Irrtum aufsitzt, muss nur mal im Fernsehen die Doku-Soap der neureichen Proll-Geissen-Familie mit dem stressigen Pendeln zwischen Kitzbühel, Südeuropa und Blondierungs-Salon verfolgen). Also ist Plan A nicht haltbar, Plan B schwer umsetzbar und Plan C mit furchtbar viel Arbeit verbunden.

Was hilft aus der Tretmühle?

Na klar, Rebellentum: aus Protest gegen die wilden 60er-Jahre unserer Eltern flüchtet sich die Arbeitsgeneration in idyllisch-überteuerte Vorortsiedlungen und spart auf ein eigenes Wohnmobil. Oder einen coolen VW-Bus. Darf halt nur nicht zu klein sein, schließlich muss das hippe Mountainbike Platz finden, der Flachbildfernseher, die Spülmaschine und vielleicht reist am besten gleich die Putzfrau mit... Zugegeben, mit einem bunt bemalten Kiffer-Bus hat das wenig zu tun; das hat man nun von jahrzehntelanger Gehirnwäsche "Drogen sind böse!". Zumal Wild-Camping je nach Gegend entweder zu gefährlich ist (spezialisierte Banden aus Südosten) oder rigoros verboten wurde (von spezialisierten Banden aus der Politik oder aus Südosten).

Also wieder im Kreis gedreht. Wie das mit Gedanken, die man nicht los wird, nun mal so ist. Vor dem geistigen Auge flimmern Bilder von einsamen Bergseen, beeindruckenden MTB-Touren bei strahlendem Wetter, spontanen Wochenendausflügen unter Vermeidung teurer Hotels und natürlich den ganz großen Fahrten, die einen für 2 Monate quer durch alle umliegenden Länder tragen.

Ob ein 6m langer Wohnbus sich steuerlich als Dienstwagen absetzen lässt...??

von Blondisoph - veröffentlicht in: Welterkenntnisse einer Blondine - Community: Alltagswahnsinn
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Sunday, 29. april 2012 7 29 /04 /Apr. /2012 14:09

Camping ist wild, Camping ist Freiheit und Abenteuer, Naturgewalt und Beschränkung auf's Wesentliche, Aufbruch in ferne Länder, Gefahren durch wilde Tiere und Gewitter, Entdeckertour und Urinstinkte.

Kurz: Camping ist die letzte Cowboy-Domäne der Vollblutspießer.

Das Abenteuer besteht darin, den 15m langen Wohnwagen sicher ans Ziel zu bekommen, um sich beim anschließenden Kampf um die besten Stellplätze des Mega-Campingplatzes mit anderen Campern zu duellieren. Aus "Texas Ranger" wird "Südwind Rangierer" und die gute alte Wagenburg rund ums Lagerfeuer wird ersetzt durch a) Riesenwohnanhänger, b) doppelwandiges Vorzelt, c) Vorvorzelt sowie d) Gartenhüttenzelt und wir zudem ergänzt durch 17 Quadratmeter umlaufenden Teppich und Kunststoffzaun. Sobald all das fertig eingerichtet ist, wird die derartig gesicherte Umgebung für den Rest der Saison nicht mehr verlassen, denn erstens könnte eine Ameise sich auf den Teppich oder noch näher heran wagen, was einen sofortigen und umfassenden Verteidigungsinstinkt auslöst. Und zweitens ist aus dieser Schutzumgebung heraus gar nicht mehr feststellbar, ob das Wetter strandtauglich ist oder ein Ausflug in umliegende Kulturstätten lohnt. Statt dessen wird mit dem geeigneten Haustier geschmust (Schildkröte) und der immer noch lebende Ehegatte vor dem Fernseher geparkt. Sollte das dem Mann zu wenig actionreich sein, bekommt er Spacial Task Force Tasks zugewiesen und wird stundenlang mit der idealen Ausrichtung der Satellitenschüssel beschäftigt sein.

Spätestens bei heimlicher Bepflanzung des umliegenden Campingplatzes mit Begonien ist klar, dass die Rückkehr in ein normales Leben nicht mehr möglich ist und das Überleben der langen, dunklen Winterzeit nur durch den Einsatz gezielter Resozialisierungsmaßnahmen ermöglicht wird.

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Thursday, 26. april 2012 4 26 /04 /Apr. /2012 17:35

Es gibt Tage, da lässt sich nur schwer das Gefühl abschütteln, in einem anderen Film gelandet zu sein als in dem, für den an der Kasse bezahlt wurde. Ein solcher Tag startet mit dem verspäteten Taxi und setzt sich anschließend konsequent mit der verspäteten S-Bahn fort. Am Flughafen stauen sich die Menschentrauben und beim Run auf das Flugzeug ertönen schrille Piep-Signale, dicht gefolgt von den unangenehm klingenden Worten des Bodenpersonals: "Mooooment, bitte...!"

Schließlich kam ich doch noch am Ziel an oder besser: an dem Ort, der als Ziel angegeben war. Vom Ziel im Sinne von "Träume meines Lebens" kann hier keine Rede sein.

Geboten wurde auch weiterhin so einiges: ein reisender Holländer legt sich mit dem Kioskbesitzer am Flughafen an, Menschen aus dem früheren (Berufs-)Leben wachsen aus dem Boden vor meinen Füßen und der Tag nimmt seinen Lauf.

Kurz: es ist ein ganz gewöhnlicher Donnerstag.

Und ein "Familientreffen" der weniger familiären Art. Jetzt, wo das letzte verbleibende Bindeglied zwischen eher verfremdeten Familienteilen weggefallen ist, klafft der Abstand zwischen "denen" und "uns" umso größer. Erst recht, wenn die Angehörigen von "denen" sich stillschweigend in ihr Auto setzen und grußlos davon fahren. Das "uns" bleibt zurück und wundert sich: sollen / dürfen wir noch mit zum Kaffee? Gibt es einen Leichenschmaus? Und wer kriegt eigentlich die alte Eisenbahn??

Das Fazit des Tages ist ernüchternd: gut, dass ich da nie wieder hin muss.

Und: gut, wenn doofe Menschen einen tollen Hund haben.

Der lenkt von den peinlichen Gesprächspausen ab.

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Friday, 6. april 2012 5 06 /04 /Apr. /2012 12:48

Das Gute an einem untauglichen Waffeleisen: es wandert ohne Abwaschprozedur direkt in den Müll.

Was uns ohne Zeitverlust zu den wahren Fragen des Alltags bringt: warum fällt es immer wieder schwer, die Meinungen anderer einfach zu ignorieren? Wahrscheinlich, weil vollkommen selbstüberzeugte Narzissten sich kaum weiter entwickeln, Anstöße von außen also durchaus nicht zu verachten sind. Aber dauernd? Im Alltag?? Müsste man sich viel freier davon machen können. Müsste, könnte, würde - steckt irgendwo der Konjunktiv drin, braucht man auf die Aussage auch nicht viel zu geben.

Es bleibt also ein Widerspruch, der zur fallweisen Betrachtung zwingt. Im Job versuche ich, aus Widerständen neue Strategien abzuleiten und zukünftig Dinge (noch) geschickter anzupacken, dabei ein mögliches Scheitern (Totalausfall) aber bloß nicht persönlich zu nehmen. Solange man in und an und mit einer Firma arbeitet, gibt es keine Alleingänge und somit auch keine Alleinschuld. Punkt.

Im Privaten gilt genauso: den eigenen Weg finden, andere Ansichten nicht völlig verwerfen, aber bloß nicht überbewerten. Für die nötige Distanz hilft es, so viele Meinungen wie möglich einzusammeln - geht ganz leicht, denn 98% der Mitmenschen teilen einem ungefragt und ganz offen ihre Sicht der Dinge mit, und sei es nur hinsichtlich der jüngsten Erkältungswelle. Eine Auswahl der vermeintlichen Gründe, gesammelt aus Kommentaren von Freunden / Kollegen und dem Rest der Welt innerhalb von 4 Tagen:

- Selbst schuld durch Nichtrauchen:

Rauchen stimuliert das Immunsystem, weil es ständig gegen die Rauch-Auswirkungen ankämpft und somit besser in Form bleibt. Gibt man das Rauchen auf, wird man viel häufiger krank - aber das gibt kein Mediziner offen zu.

- Selbst schuld durch Sport:

Joggen gehen ist ja an sich schon heikel - entweder erwischt einen der Heuschnupfen oder man verkühlt sich. Also, wenn schon Sport, dann wohlüberlegt und immer extra dick anziehen und lieber noch ein paar Wochen warten, bevor man wieder zaghaft loslegt. Und vielleicht besser nur Hausfrauen-Pilates-Kurse belegen.

- Selbst schuld durch Arbeit:

Immer zur Arbeit und 45 Wochenstunden und anstrengende Verantwortung - das kann ja nicht gut gehen und muss zu Beeinträchtigungen der Gesundheit führen!

- Selbst schuld durch U-Bahn:

Also bitte, das sind nun wirklich pure Bakterienfallen, wer sich da rein wagt, darf sich nicht wundern!

- Selbst schuld durch Freunde:

Beim kranken Freund anstecken ist der Klassiker, bei Freunden mit Familie erst recht. Ist doch wohl klar?!

- Selbst schuld durch Freizeit:

Bei so viel Freizeitstress muss der Körper doch nach einer Auszeit schreien! In vier Wochen 1x Essen, kein x Ausgehen, kein x Kino, kein x Ausstellung aber ständig Pläne dafür schmieden, das ist nun wirklich zu viel.

Die Liste ließe sich beliebig fortführen, aber ich besinne mich lieber auf eine naturverbundene Freundin aus Kindergartenzeiten: wer sich ständig verrückt macht, erlebt die meisten schönen Dinge nicht. Und ich persönlich meine: man verbaut sich den freien Blick auf alles, was es zu genießen gibt und kann auch gleich vom Studentenheim ins betreute Wohnen ziehen. Wenn ich bei allem, was Spaß macht und gut tut, die Auswirkungen auf meine Gesundheit in Betracht ziehe, sollte ich vielleicht das Wichtigste nicht aus den Augen verlieren: die positive Wirkung von guter Laune auf die Gesamtheit von Körper und Geist!

Es bleibt also die einzig wirklich realitätsnahe Frage zu klären, die sich aus den Anregungen rundum ergeben hat:

Sollte ich wieder anfangen zu rauchen??

von Blondisoph - veröffentlicht in: Welterkenntnisse einer Blondine - Community: Alltagswahnsinn
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Thursday, 22. march 2012 4 22 /03 /März /2012 23:03

Echt - manche Dinge sind ein Elend. Frühling zum Beispiel. Und wärmere Temperaturen. Und halbnackte Unterarme Männer. Und überhaupt.

Es gibt ja Frauen, die werden un-aus-steh-lich, sobald sie verliebt sind. Wobei egal ist, ob es sich um einen Hund ("Guck mal, wie süß der gucken kann!!!") oder einen Mann ("Guck mal, wie süß der gucken kann!!!") handelt.

Voll schlimm!

Die einzige Lösung im Umgang mit solchen Weibsbildern ist:

Man lässt sie auf verhärmte, frustrierte SinglInnen los!

Dann können sie sich gegenseitig mit den hochjauchzend-schrillen Tonlagen ("Guck mal, wie süß..." usw) und den verbittert-schrillen Tonlaen ("Boah, der Typ geht ja mal gaaaar nicht!") gegenseitig aufschaukeln, einander ohne zuzuhören zuschwafeln und den Rest der Welt in Frieden lassen.

Und ich kann mich endlich in Ruhe und ungestört darauf konzentrieren, wie un-glaub-lich sü-ü-üh-hüß der gucken kann! (Eine Promenadenmischung, glaube ich).

Hallo Frühling!

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Saturday, 10. march 2012 6 10 /03 /März /2012 17:18

Verkrampfte Männer sind so was wie ein Mückenschwarm: angeblich braucht es sie für die Vielfalt der Biologie, aber so richtig damit anfreunden kann sich dann doch keiner.

Etwa 25% der Exemplare schaffen im Lauf der ersten 30 Jahre die fulminante Entwicklung von der erfolglosen Randfigur hin zur beruflich fast erfolgreichen, verheirateten Randfigur. Mithilfe der voll ausgeschöpften Kombination von a) einem guten Friseur und b) etwas Sport sowie c) einer Frau, die für sie Klamotten kauft und NICHT ihre Mutter ist, wirken sie auf den ersten Blick angepasst und völlig normal. Doch bereits auf den zweiten Blick bekommt dieser Eindruck Risse, was meist durch feine Details in Gestik, Habitus, Körperhaltung und Mimik ausgelöst wird. Typisches Merkmal ist das Unvermögen, ruhig zu bleiben - da wird gezappelt und mit dem Kuli gespielt und von einem Bein auf's andere getreten und die Arme verschränkt oder doch wieder in die Hosentaschen und schnell ein Klick mit der Maus und kurz am Gegenüber vorbei geblickt und wieder von vorne. Längere Gespräche mit solchen Typen wirken wie 30 min. Videoclip-Beschallung, leicht verstört verlässt man das Meeting und muss erst mal einige Zeit auf den nichtssagenden PC-Monitor starren, bis man wieder alle Farben getrennt wahrnimmt.

Am irritierendsten finde ich persönlich die Gruppe der Verkrampften, die alle paar Sekunden ihre Gürtelschnalle berühren. Leicht irritiert denke ich immer: was fummelt der Typ da an sich rum...?? bis mir dämmert: ach, das ist einer von dieser Sorte! Die sich ständig vergewissern müssen, dass sie ein Mann Männchen sind: Während das Es per Tastgriff prüfen will, ob noch alle männlichen Geschlechtsteile vorhanden sind, haut das Über-Ich die Keule des Anstands darüber und untersagt die Kontrolle, was beim Ich zur Gürtelschnallen-Reflex-Betastung wird.

Es gibt übrigens bei den Frauen einen ganz ähnlichen Reflex: eine ähnlich unsichere Frau öffnet alle paar Sekunden ihre Handtasche, guckt rein, denkt nichts, macht sie wieder zu (akkurat in Szene gesetzt von Loriot).

Vielleicht sollte ich beim nächsten Zusammentreffen mit eine Gürtelschnallen-Männchen die Handtaschen-schnapp-auf-schnapp-zu-Nummer proben und gucken, was passiert, wenn zwei nervöse Ticks aufeinander treffen...

von Blondisoph - veröffentlicht in: Welterkenntnisse einer Blondine - Community: Alltagswahnsinn
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Friday, 2. march 2012 5 02 /03 /März /2012 18:03

Ich hatte es mal wieder verdrängt oder vergessen oder einfach nicht für wichtig befunden. Und dann erwischen sie einen wieder eiskalt oder vielmehr: heiß... -> Proletengene oder: zeig mir deine Muskeln und ich zeig dir, wie blond ich sein kann!

Ein Mann muss lediglich regelmäßig viel trainieren, von seinen Hemden die Ärmel abreißen und den restlichen Fetzen vom Bauchnabel aufwärts offen über knackigen Jeans tragen und schon laufe ich ihm sabbernd hinterher.

Ich, die Intellektuelle, gebildete, hochwohlbegabte und lässig-kühle Miss Unnahbar!

Zum Glück weiß das keiner. Glaube Hoffe ich.

Jaja, ich weiß, man sollte sich nicht von Äußerlichkeiten blenden lassen, sondern innere Werte schätzen.

Geschenkt!

Zumal es einer Beziehung sicherlich gut tut, wenn die Optik so ansprechend ist wie ein 5-Sterne-Vorspeisen-Buffet - bei Streit reicht der Abbau der lästigen Textilschichten und schon tritt jede Meinungsverschiedenheit in den Hintergrund und die Versöhnung wird im Vordergrund raumgreifend.

Und wenn wir hier schon die große Beichte ablegen: nein, es ist kein Zufall, dass ausgerechnet am 50. Geburtstag von Bon Jovi solche Erkenntnisse nicht aufzuhalten sind. Hach...

Aber egal, es hat sogar einen tieferen Sinn: ich kenne nicht einen einzigen Mann, der sportlich und hässlich ist. Keinen. Weil Auftreten und Souveränität spätestens ab 30 oder 40 viel mehr ausmachen als ein "nice face", weil jede Fassade irgendwann bröckelt, echte Stärke aber meist innerlich und äußerlich sichtbar ist. Nicht, dass ich mich sofort jedem Bodybuilder an den Hals werfe, der laut brüllend seine Hanteln stemmt und sich anschließend auf die stolzgeschwellte Brust trommelt - aber es gibt keine undisziplinierten Sportler, genausowenig wie es völlige Idioten bis ganz nach oben schaffen. Weil sich auf lange Sicht eben doch Fähigkeiten und der geschickte Einsatz selbiger auszahlt, somit beim versammelten Beuteschema von 42+ das Auftreten mehr aus dem Leben eines Mannes erzählt, als sein Smalltalk je hergeben wird.

In diesem Sinne erkläre ich die vorhandenen Proletengene und ihre wachsweichen Reaktionen in beschönigendem Sinne zu treffsicherem Instinkt und werde mich auch die nächsten Jahrzehnte gelegentlich davon leiten lassen.

Ein Hoch auf die intellektuellen Proleten dieser Welt, mögen sie uns auch weiter mit Körper und Geist um den Finger wickeln!

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Sunday, 19. february 2012 7 19 /02 /Feb. /2012 17:09

Wochenlang nur Action, Nightlife jagt Daily Job, Bekanntschaften treffen Freunde, Freunde treffen Fremde, das Partyleben tobt und die Kultur will auch noch dazwischen gedrängt werden - kurz: Durchatmen fällt einfach mal aus. Für länger.

Dann passiert, was eigentlich ersehnt wurde: Das Wetter ist doof, der Ausflug abgesagt, die kultige Party gibt es nicht mehr und nach anfänglicher Erleichterung stellt sich schnell heraus: die Business-Frau weiß nicht mehr, wie Ruhe geht, und landet motivationslos vor schlechtem Fernsehprogramm.

Liebe Luxus-Singles, das muss nicht sein!

Was aber offensichtlich sein muss, ist ein Fahrplan, Lageplan, Masterplan. Hier ist er:

- Museum (I): erstens gibt es mehr Museen in der Heimatstadt, als einem bewusst ist - also ruhig mal ein Neues ausprobieren.

- Museum (II): Endlich wieder Zeit für eines der Lieblings-Ausstellungshäuser - hingehen, rumschlendern, staunen oder doof finden. Völlig egal, der Kopf bekommt neue Eindrücke und dankt es mit guter Laune.

- Verwöhntag: Endlich mal ohne Hektik zum Sport / in die Sauna / in's Schwimmbad / zur Eisbahn / ... Das Gute liegt meist direkt vor der Nase, fühlt sich an einem faulen Sonntag mit Wonne aber doppelt so gut an, wie sonst schnell-schnell nach der Arbeit.

- Spontanen Massage-Termin vereinbaren und durchwalken lassen.

- DVD kaufen oder leihen. Telefon ausstöpseln, Handy lautlos, Jalousien auf Halbmast und ab auf die Couch - den ganzen Abend lang.

- Buch vom Lieblingsautor besorgen und stundenlang lesen - ohne, wie sonst üblich, aus Vernunftgründen mittendrin aufzuhören weil man a) schlafen und b) morgen wieder arbeiten muss.

- Lecker essen. Lecker kochen. Die Vorfreude, wenn es gut duftet, der Genuss beim Essen und das zufriedene Grinsen, wenn die Hand anschließend den Kugelbauch streichelt.

- Jeder hat ein "...wollte ich irgendwann mal machen / dazu kam ich irgendwie noch nicht..." in der Wohnung. Die Wand, die neue Farbe bekommen soll. Die Lampe, die nie fertig angebracht wurde. Die Kabel, die mal sauber verlegt werden könnten. Möbel umrücken, Kleiderschrank ausmisten, nach neuen Fundstücken die halbe Nacht das Netz absurfen, Inspirationen sammeln, umdekorieren, Klamotten neu zusammensuchen, irgendwas ist immer.

Und wer jetzt immer noch nicht kapiert hat, warum ein Wochenende ohne Mann / ohne Frau / ohne Termin / ohne Gruppenreise paradiesisch ist, der sollte sich sicherheitshalber einen VHS-Katalog zuschicken lassen...

von Blondisoph - veröffentlicht in: Welterkenntnisse einer Blondine - Community: Alltagswahnsinn
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Friday, 17. february 2012 5 17 /02 /Feb. /2012 20:24

Der Negativ-Speicher ist voll, jetzt reicht's: Irgendwann können all die Psychovampire da draußen anderen das Lebenselixier aussaugen, ich nehme mir jetzt frei davon.

Single-Frauen, die keine Party auslassen, jeden Monat einen neuen Flirt oder Verehrer oder Liebhaber haben und dabei nicht müde werden, sich über diesen "immer allein"-Zustand zu beklagen. Wegen Kinkerlitzchen-Lappalien jammernde, vor Gesundheit strotzende Mitmenschen, die so lange nach einem Luxusproblem suchen, bis sie es (zum großen Entsetzen) auch finden. Leute, die ohne größere Katastrophen durch's Leben kommen, gut situiert sind und dabei verzweifelt vom "Großen Glück" träumen. Und nicht merken, dass sie es jeden Tag bereits haben.

Ich bin heilfroh, dass es noch andere Optimisten auf dieser Welt gibt, die sich und ihr Schicksal am eigenen Schopf packen und das Beste daraus machen. Alle anderen können sich nächste Saison vielleicht wieder melden...

von Blondisoph - veröffentlicht in: Welterkenntnisse einer Blondine - Community: Alltagswahnsinn
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