Friday, 6. april 2012
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12:48
Das Gute an einem untauglichen Waffeleisen: es wandert ohne Abwaschprozedur direkt in den Müll.
Was uns ohne Zeitverlust zu den wahren Fragen des Alltags bringt: warum fällt es immer wieder schwer, die Meinungen anderer einfach zu
ignorieren? Wahrscheinlich, weil vollkommen selbstüberzeugte Narzissten sich kaum weiter entwickeln, Anstöße von außen also durchaus nicht zu verachten sind. Aber dauernd? Im Alltag?? Müsste man
sich viel freier davon machen können. Müsste, könnte, würde - steckt irgendwo der Konjunktiv drin, braucht man auf die Aussage auch nicht viel zu geben.
Es bleibt also ein Widerspruch, der zur fallweisen Betrachtung zwingt. Im Job versuche ich, aus Widerständen neue Strategien abzuleiten
und zukünftig Dinge (noch) geschickter anzupacken, dabei ein mögliches Scheitern (Totalausfall) aber bloß nicht persönlich zu nehmen. Solange man in und an und mit einer Firma arbeitet, gibt es
keine Alleingänge und somit auch keine Alleinschuld. Punkt.
Im Privaten gilt genauso: den eigenen Weg finden, andere Ansichten nicht völlig verwerfen, aber bloß nicht überbewerten. Für die nötige
Distanz hilft es, so viele Meinungen wie möglich einzusammeln - geht ganz leicht, denn 98% der Mitmenschen teilen einem ungefragt und ganz offen ihre Sicht der Dinge mit, und sei es nur
hinsichtlich der jüngsten Erkältungswelle. Eine Auswahl der vermeintlichen Gründe, gesammelt aus Kommentaren von Freunden / Kollegen und dem Rest der Welt innerhalb von 4 Tagen:
- Selbst schuld durch Nichtrauchen:
Rauchen stimuliert das Immunsystem, weil es ständig gegen die Rauch-Auswirkungen ankämpft und somit besser in Form bleibt. Gibt man das
Rauchen auf, wird man viel häufiger krank - aber das gibt kein Mediziner offen zu.
- Selbst schuld durch Sport:
Joggen gehen ist ja an sich schon heikel - entweder erwischt einen der Heuschnupfen oder man verkühlt sich. Also, wenn schon Sport,
dann wohlüberlegt und immer extra dick anziehen und lieber noch ein paar Wochen warten, bevor man wieder zaghaft loslegt. Und vielleicht besser nur Hausfrauen-Pilates-Kurse belegen.
- Selbst schuld durch Arbeit:
Immer zur Arbeit und 45 Wochenstunden und anstrengende Verantwortung - das kann ja nicht gut gehen und muss zu Beeinträchtigungen der
Gesundheit führen!
- Selbst schuld durch U-Bahn:
Also bitte, das sind nun wirklich pure Bakterienfallen, wer sich da rein wagt, darf sich nicht wundern!
- Selbst schuld durch Freunde:
Beim kranken Freund anstecken ist der Klassiker, bei Freunden mit Familie erst recht. Ist doch wohl klar?!
- Selbst schuld durch Freizeit:
Bei so viel Freizeitstress muss der Körper doch nach einer Auszeit schreien! In vier Wochen 1x Essen, kein x Ausgehen, kein x Kino,
kein x Ausstellung aber ständig Pläne dafür schmieden, das ist nun wirklich zu viel.
Die Liste ließe sich beliebig fortführen, aber ich besinne mich lieber auf eine naturverbundene Freundin aus Kindergartenzeiten: wer
sich ständig verrückt macht, erlebt die meisten schönen Dinge nicht. Und ich persönlich meine: man verbaut sich den freien Blick auf alles, was es zu genießen gibt und kann auch gleich vom
Studentenheim ins betreute Wohnen ziehen. Wenn ich bei allem, was Spaß macht und gut tut, die Auswirkungen auf meine Gesundheit in Betracht ziehe, sollte ich vielleicht das Wichtigste nicht aus
den Augen verlieren: die positive Wirkung von guter Laune auf die Gesamtheit von Körper und Geist!
Es bleibt also die einzig wirklich realitätsnahe Frage zu klären, die sich aus den Anregungen rundum ergeben hat:
Sollte ich wieder anfangen zu rauchen??
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