Artikel teilen! Wissenschaft und Zufall der Liebe: Trotz Lebenserfahrung weigere ich mich, an die Liebe wissenschaftlich heranzugehen. Denn wenn die Liebe wi ...
Trotz Lebenserfahrung weigere ich mich, an die Liebe wissenschaftlich heranzugehen. Denn wenn die Liebe wissenschaftlich erlebbar wäre, hätten wir längst eine Droge, die das Verliebtsein hervorruft. Oder zumindest, als Fassade, die Ausstrahlung von Verliebten für die Zeit der Partnersuche. Das zieht Blicke auf sich, weckt Interesse und führt zu Umwegen vielleicht doch an’s Ziel des Begehrens?
Obwohl: in der letzten Beziehung immer dann die größte Sehnsucht gehabt, wenn der Partner fern war. Denn dann ließen sich in den Rahmen der vermeintlich geliebten Person all das projizieren, was an inneren Werten immer nur angedeutet vorhanden war. Und am Ende reicht es nicht – statt des ersehnten Inhalts erwies sich die Fassade leider als das, was sie war: eine leere Hülle. Also ist die künstliche Herstellung einer Verliebt-Fassade vielleicht doch nicht erstrebenswert…
Was die Droge angeht: wir haben Partydrogen, Designerdrogen, Drogen in Pillenform oder als harmlos gefärbte Substanzen. Aber eine Droge für die Liebe? Vielleicht ist die Suchtgefahr zu gering, um sich hier kommerziell zu engagieren, schließlich flaut jede Liebe unweigerlich ab oder wandelt zumindest ihr Erscheinungsbild.
Es bleibt die Überzeugung: eine so irrationale wie individuelle Sehnsucht nach dem großen Begriff der Liebe ist nicht mit Wissenschaft zu erreichen, sondern mit den wunderbaren Zufällen des Lebens.