Anfänge sind toll, denn am Anfang ist alles bestens: Bei einem neuen Job sieht man am Anfang fast nur die Vorteile (schönes Büro, sympathische Kollegen, spannende Aufgaben) und erst später die Schattenseiten (hellhöriges Büro, anstrengende Kollegen, zeitraubende Aufgaben). Beim Sport ist es so ähnlich: Zu Beginn des Trainingsprogramms erlebt man jedes mal neue Erfolge (höher, schneller, weiter), während es zum Ende der Sättigungskurve größerer Anstrengung bedarf, um noch ein kleines Stück weiter zu kommen. Die Gültigkeit der gleichen Gesetze im Gefühlsleben hat meine "weise Freundin S" sehr schön auf den Punkt gebracht: Eine Beziehung wird nie einfacher, nur komplizierter. Bedeutet: am Anfang muss Herzklopfen, Leichtigkeit, und Himmelhochjauchzend sein, oder man kann es sich gleich abschminken - denn allein von der Aussicht auf "wir könnten eine schöne Zeit haben" kann eine Liebe nicht bestehen, die schöne Zeit ist entweder jetzt oder nie.