Während eine Frau eher mit einem Mann in's Bett geht, dessen Geist sie mehr reizt als sein Körper, geht ein Mann eher mit einer Frau in's Bett, deren Körper ihn mehr reizt als ihr Geist. Aber nicht nur beim Sex gilt das, sondern es scheint sogar in Beziehungen zu funktionieren: Männer sind trotz aller Emanzipationsbeteuerungen offenbar häufig genug in der Lage, sich an eine Frau zu binden, die ihnen in Sachen Kopf und Wissen nicht das Wasser reichen kann. Wenn sie nur ein Händchen dafür hat, sich ansprechend zurechtzumachen (die klassischen Elemente: Rock statt Hosen, Schühchen statt bequem und unbedingt lange Haare, gerne gefärbt). Wie kann das funktionieren? Im Extremfall sogar mit gemeinsamer Arbeit und geteiltem Privatleben, also rund um die Uhr! Ist es für Männer so unsagbar wichtig, sich als Held überlegen zu fühlen? Müssen sie deshalb betont großspurig gegenüber den Frauen auftreten, die es mit ihnen aufnehmen können - nur um das alte Rollenbild zu erfüllen, wonach der Mann eben grundsätzlich höher, schneller, weiter kann, und zwar in allen Belangen?!
Na, das möchte ich nochmal klar stellen: mir ging es mehr darum auszudrücken, das beide Geschlechter so ihre Schemata haben. Und es relativ einfach ist, das eine (Mann will einfache, leicht bedienbare, langhaarig und -beinige Bettgefährtin, nicht zu kompliziert und doch reizvoll zickig) zu verurteilen, sollte aber auch das andere sehen: ich will zum Beispiel wirklich keinen, der mir in allzuvielen Ebenen unterlegen ist, sehr viel jünger finde ich auch zweifelhaft und große Lust, jemanden mit durchzufüttern habe ich auch nicht.<br />
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Keule schwingen? naja...
Tja Mädels, wir sind also hin und her gerissen: Er soll also neben dem Maniküreset auch nicht verlernt haben, die Keule zu bedienen?! Stimmt schon: souveränes Auftreten ist wichtig, Intelligenz auch, aber der Körper-Geist-Cocktail ist angesichts der Kommentare wohl nicht eben einfach gemixt und jeder würzt ein klein wenig anders...
Sach ich ja ... wir sind da nicht wirklich sehr viel weiter entwickelt ... ein bisschen vielleicht, aber nicht viel. Das mag nicht ermutigend sein, immer noch die Rudimente des Steinzeit-Menschen in sich zu haben, aber manchmal *räusper* lass ich mich ganz gerne an den Haaren in die Höhle zerren. Also. Ihr wisst schon. So mehr im übertragenen Sinne ... <br />
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Ich geh dann mal ... Beeren sammeln ... oder so ...
Ich schließe mich Kerstin an, denn auch mir ging nur ein Wort durch den Kopf: Neanderthaler!<br />
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Aber, der Gerechtigkeit halber möchte ich anmerken, aber psssst, ganz inoffiziell: Ich finde Kerle furchtbar, die ich geistig und rhethorisch in der Hand habe, das wird schnell langweilig, mir zumindest. So in meinem Inneren bin ich wohl auch für eine extrem abgeschwächte Neanderthaler-Version...;-)
Ich fürchte was das angeht, hängen wir immer noch in der Steinzeit fest. Und ich sehs bei mir selbst - ein Mann, der mir geistig nicht gewachsen ist? Danke fürs (unbefriedigende) Gespräch. Ich pflege also vergleichbaren Snobismus. Kann ich mich dann über die Männer beschweren? Deren barbiereskes Beuteschema vs. mein keniges? Ich will ja auch einen, der mir bestenfalls das Wasser reichen kann, lieber noch ein bisschen mehr. Und aus der Schleife komme ich auch nicht raus. Ich habs versucht und war nach zwei Wochen gelangweilt. <br />
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Das Dilemma der klugen, im Leben stehenden Mitdreissigerin. Man ist stark begehrt als anregende Freizeitgestaltung, aber für die Beziehung muss es halt die hohle Bombshell sein.<br />
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Ungerecht. Evolutionär.