Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Ich glaube, ich habe genau 3 große Ängste im alltäglichen Leben: Heuschrecken, Angst vor’m Ertrinken und die Angst, dass mir der Himmel auf den Kopf fällt. Eine davon war mir lange Zeit nicht bewusst, bis ich ein Buch für schwimmende Triathleten las, in dem viele Übungen vorgeschlagen wurden, mit denen man Entspannen im Wasser üben soll. Ansatz: der Mensch hat (biologisch oder evolutionsbedingt) instinktiv Angst vor dem Ertrinken, mit Übungen und Wassertreten soll dem entgegen gewirkt werden, weil man sich selbst beweist, dass man immer und überall Oberwasser behält. Die Sache hat jedoch ein paar Haken: Zum einen funktioniert es nur bedingt, einen Panik-Instinkt mit Logik überwinden zu wollen. Zum anderen wird alles noch viel schlimmer, wenn man beim Wassertreten absäuft und bei den übrigen Übungen mehr Flüssigkeit als Luft in den Körper lässt und prustend untergeht... Fazit: 3 Schritte zurück, jetzt ist es schlimmer als vorher, weil ich mir jetzt dank der tollen Lektüre meiner nackten Überlebensangst voll bewusst bin!
Vielleicht hatte ein Bekannter Recht mit seinem Einwand: man wird kaum 100% der Ängste abschalten können und besteht nicht vielmehr die Gefahr, dass sich bei Schließen der einen Lücke an anderer Stelle eine andere auftut?