Das Schöne am Salsa sind die Kreiselendorphine vom Rumgewirbelt-Werden, das spontane Gelächter, wenn der Knoten nicht aufgeht oder die Drehung irgendwo falschrum hinführt und das Austoben zu schöner Musik. Nicht so schön hingegen sind übertriebene Macho-Tänzer, die sich für wahnsinnig cool halten und die "Dame" (bei manch fragwürdiger Attitüde wohl eher "das Miststück") unsanft von A nach B schieben. Das Lied war noch nicht zur Hälfte rumgebracht, als ich schon anfing, im Geiste die blauen Flecken zu zählen, die sich gerade ansammelten. Nach einem besonders üblen Zwick und Zwack in den Rücken habe ich spontan (alles unter 1/2 sek. zählt als Reflex und ist nicht belangbar!) zurückgetätschelt, was jedoch gar nicht gut ankam. Naja, immerhin war ich diese Gestalt dann schnell los, auch gut. Da war ich fast dankbar für den Nächsten, Typ IT-begeisterter Bartträger mit bunt gemustertem, leider nicht sehr frischem Hemd. Noch schöner wäre gewesen, wenn er weniger mit den Armen gewedelt hätte... Der Versuch, 5 min. lang zu tanzen ohne zu atmen, schlug fehl, aber wenigstens hat er sich benommen und war lustig. Und als ich mich gerade anfing zu fragen, warum ich mir das eigentlich antue, kam wieder alles zum Guten: und so darf ich nun einen ordentlichen Schwung Endorphine und gute Laune mit in's Bett nehmen, es lohnt sich eben doch, sich von der Couch aufgerafft zu haben!