Neulich fragte mich eine Freundin, woran frau merkt, dass Mann an ihr interessiert ist. Ich fürchte, so lange das als Frage im Raum steht, stehen die Zeichen nicht allzu gut... Tritt man einen Schritt zurück und betrachtet das Verhalten der Bekanntschaften nüchtern und analytisch, ist es erstaunlich durchschaubar: Versucht er, sich vor der Frau zu profilieren und mehr oder weniger nonchalant seine Heldenhaftigkeit einfließen zu lassen (gefragter Gastdozent, finanzielle Schlagkraft, tolles Auto!), ist er auf jeden Fall interessiert. Testet er, wie weit er bei ihr mit verschiedenen Allüren gehen kann, ist die Balz ebenfalls noch in vollem Gange. Schiebt er jedoch anderweitige Verpflichtungen vor und lässt mehr als nur taktische Zeit verstreichen, bis er sich zurückmeldet, ist das Interesse erlahmt. Und wenn seine Handlungen nicht eindeutig sind (Urlaubsmitbringsel und schnelles Treffen, dann aber wochenlang abtauchen) will er sich nicht entscheiden und hat ein weiteres Eisen im Feuer - dann schwankt seine Aufmerksamkeit wie Ebbe und Flut und hängt u.a. von der Entwicklung seiner Zweitbekanntschaft ab. Zu doof, dass der klare Blick nur mit ausreichend Distanz funktioniert, während mittendrin im Kennenlern-Gewühl häufig das Wunschdenken heimlich mitmischt...
So ganz stimme ich dir nicht zu. Klar, bei einer interessanten Frau strengt der Mann sich mehr an. Aber, Männer möchten IMMER anerkannte Helden sein. Dass Männer mit ihrem sozialen Status (Gastdozent, viel Kohle, tolles Auto) angeben, liegt in ihren Genen. Das tun sie - natürlich als Beiläufigkeit getarnt - so oft wie möglich, egal vor wem!
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Na prima, der letzte Strohhalm - auch weg! Nein, nicht wirklich: im Interesse-Stadium ist das Herausstreichen der eigenen Fähigkeiten schon auffallend stark ausgeprägt - aber es stimmt schon, ein<br />
wenig läuft es aus purem Reflex immer mit.<br />
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