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Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.

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Die feminine Mann-Seite und die männliche Frau-Seite: passt das?

Ein Freund wurde misstrauisch, nachdem sich bereits sein halber Freundeskreis mit Kommentaren nicht gerade zurück gehalten hat über Kerzen hübsch angerichtet in der Wohnung, Deko-Elemente und überhaupt. Leicht irritiert fragt er inzwischen selbst: ob er eine zu stark ausgeprägte feminine Seite hat?? Hm... es stimmt schon: er kann kochen, Balkonpflanzen umtopfen und weiß einen Sonnenuntergang zu inszinieren - aber: ist das allein schon verwerflich? Oder ist bei einem Mann (der keine weiteren Hervorhebungen oder Attribute braucht) genug Mann vorhanden, so dass er auch beim Kochen eine lässige Figur macht und nicht in's Bemühte, mütterlich-Umsorgende abrutscht?!
Ich finde, in diesem Fall helfen die oberflächlichen Einstufungen ausnahmsweise nicht weiter: ich habe schon Männer erlebt, die 100% Klischee in nicht-kochen-könnend erfüllt haben, aber dennoch im Leben nie ihren Mann standen. Und andersrum kenne ich gestandene Männer, die viel erreicht haben und ohne große Mühen entspannte Souveränität an den Tag legen, die in der Küche traditionellen Braten in 3 Gängen zaubern - von mir aus auch mit Kerzenschein.
Nein, ich mache es nicht am Sportkanal oder anderen Klischees fest, ob ein Mann ein echter ist - sondern komme einmal mehr auf die Gesamtwirkung zurück, die jenseits solcher Schubladen liegt. Schließlich will ich auch nicht als motorradfahrende Blondine in die "Emanzen-Mannweib-Ecke" gesteckt werden, ohne Rücksicht auf alle weiteren Facetten.
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