Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Großartiger Abend, zu Recht mit einem ansehnlichen Kater gekrönt. Interessant zu sehen, wie sich die einzelnen Moleküle der Freundesgruppe umkreisen und wie ausdauernd die ein oder andere an ihren Zielen arbeitet. Die freien Männer suchen ebenfalls nach irgendwas, bleiben dabei aber an der Oberfläche lockerer, während man bei den Frauen die ausgeworfenen Fangleinen beinahe greifen kann.
Der weibliche Jagdinstinkt wird durch mehrere Faktoren ausgelöst:
1. ein allgemeiner: durch Überschreiten der kritische Altersgrenze (nahen die 40, steigt die Angst vor'm Alleinsein rapide an)
2. ein spezieller: durch die Anwesenheit des passenden Mannes (Beuteschema)
Spannend gestaltet sich die Verfolgung des angestrebten Ziels bzw. Mannes bei den verschiedenen Typen; also die Besonderheiten und Abläufe des "speziellen Jagdinstinktes":
a) Schüchterne, nette Männer werden mit zunehmendem Alter mehr und mehr von all jenen umschwärmt, die weniger Abenteuer als vielmehr Beständigkeit und Zweisamkeit wollen. Dieser Sorte Mann wird unterstellt, dass er der ideal Langfrist-Partner ist, der im Gegensatz zu ach so vielen anderen keinen schnellen Spaß sucht, sondern (nachdem er erstmal erkannt hat, dass die jagende Frau und er füreinander geschaffen sind!) endlich Ruhe an die Front und eine gute Portion Sicherheit bringt.
b) Auffällige Typen mit wildem Aussehen werden gern als Trophäe mitgenommen, für viele Frauen zählt wohl etwas wie "die Eroberung von Tarzan aus dem Dschungel". Allerdings hält kaum eine die Toleranz durch, auf lange Sicht versuchen die Janes der zivilisierten Welt dann doch, ihren Tarzan zurecht zu stutzen, was grob fahrlässig ist: man kann sich doch nicht auf jemanden einlassen, um ihn umgehend zurechtzuändern?! ...aber das muss jede selbst merken.
Der männliche Jagdinstinkt ist übrigens an Party-Abenden viel einfacher:
1. hatte ich noch nicht (neu)
2. gefällt mir (attraktiv)
3. läuft nicht schreiend davon (Deal done)