Lange fiel mir nichts Gutes an einer schlechten Beziehung ein - bis es mir vor zwei Tagen plötzlich dämmerte: Als ich in der Dämmerung mit einer Freundin zusammen saß und sie anführte, dass sie es manchmal hart findet, als Single alle Probleme nicht nur selbst lösen, sondern auch selbst ausgleichen zu müssen. War da bei ihr doch früher ein Partner, der das Wort verdient: bei dem sie sich anschmiegen konnte, mit dem sie auch in beruflich anstrengenden Zeiten einen Ausgleich fand und der auch mal Wärme und Zuspruch gab. Was habe ich ein Glück, dass meine letzten vertanen Jahre nichts davon aufzuweisen hatten! Da Unterstützung, Hilfsbereitschaft und Wärme komplette Fehlanzeige waren (oh, Verständnis fehlt in der Aufzählung wie auch in der Beziehung), fehlt mir diesbezüglich nun nichts. Im Gegenteil: es ist alles viel leichter, wenn man nicht mehr zusätzlich runtergezogen wird. So fade es im Moment gerade zu werden droht, so behält dennoch die Erleichterung die Oberhand: egal, was schief geht - ich muss mich nur um mich selbst kümmern und nicht noch "nebenbei" versuchen, das Beziehungsleben am Leben zu halten.