Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Es kommt ja eh immer unpassend… Der Barkeeper läuft zu Höchstform auf (schön, wenn einen jemand so positiv überraschen kann) und nach tagelanger Abwesenheit meldet sich prompt – der Frosch, war ja klar. Was ich denn am Abend…? Erste, noch nicht verstandesgesteuerte Reaktion war ein dämliches „Oh mein Gott, er meldet sich, er will mich sehen, er will mich sehen, …!!!“ Aber: Was ein Glück hatte ich beschlossen, den Abend entspannt (offiziell: müde) zu Hause zu verbringen, entsprechend musste ich seiner spontanen Idee, nach Zubettbringen seines Sohnes noch zu ihm zu fahren, „leider“ eine Absage erteilen. Also stattdessen fast wie ursprünglich geplant Montag in die Berge. Allerdings nicht „2 Tage“, sondern nun seine Ansage: „um 6 muss ich am Abend aber wieder in der Stadt sein“. Aha, so ist das also: den kindbedingten Abend zu Hause will Monsieur sich versüßen lassen, aber ansonsten ist seine Zeit ach so knapp und kostbar. Na, da bin ich ja froh, dass ich nicht sofort auf sein Schnipsen gesprungen bin, es gibt sie also doch, die persönliche Entwicklung. Und unter diesen Voraussetzungen bin ich sogar mehr als einverstanden damit, dass es sich beim Bergausflug um eine reine Tagesaktivität fernab jeder Wohnung handelt: so wird es einfach sein, jeglichen (wenn überhaupt) körperlichen Avancen elegant auszuweichen und eben nicht darauf einzugehen. Selbst das Versprechen, mir auf Wunsch ein Schlaflied zu singen (wozu sich manche Männer aus einem dummen Spruch hin verleiten lassen?!), war zwar irgendwie süß, aber unglaubwürdig. Kurzes Besinnen auf bereits gemachte Erfahrungen: auch Übernachtungsangebote sind nicht als Intimität im Sinne von behaglicher Zweisamkeit zu verstehen, sondern höchstens der Preis, den ein Mann für die Aussicht auf Mehr zu zahlen bereit ist, zumindest manchmal.