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Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.

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Keine talentfreie Zone - aber: was tun?

Ich kann jede Menge. Manches davon sogar richtig gut. Manches kann ich auch nicht lassen. Reden kann ich, in verschiedenen Ländern, und tanzen, und singen dann wieder nicht. Mathematik ist ok, Physik spannend, Technik in vielen Belangen kein Problem, solange logisch nachvollziehbar. Nicht zu jung, nicht zu alt, nie zu dick und nur die Haare zu dünn und bei all diesen Facetten kommt immer mal wieder die Frage auf: was mach ich damit??
Nochmal Jahrzehnte das Gleiche? Oder ganz anders? Aussteigen, materielle (liebgewonnene) Sächelchen hinter mir lassen und im Einklang mit der Natur freilaufende Pflanzen züchten? Oder sich zusammenreißen, mehr Geld, mehr Projekte, mehr Verantwortung, mehr nein leider weniger Zeit (zum Leben) - nicht überzeugend.
Um mich herum sind viele in ähnlichem Alter, zumindest die Frauen, mit ähnlichen Fragen unterwegs und wissen nicht so recht, wohin. Gell, das war schon noch einfacher zu Zeiten der arrangierten Ehe und Frau-zu-Hause...?! Jetzt stehen wir also da mit unserer Emanzipation, Selbstverantwortung, eigenem Geld, fundierter Ausbildung, Streben nach Unabhängigkeit und taumeln zwischen Jobangst, Karriereknick und Orientierungslosigkeit. Und die Rente (welche Rente?) ist noch zu weit weg zum Zurücklehnen und Abwarten...
Unruhige Zeiten, vielleicht auch nur der Herbst, aber wenn ich eine Eingebung habe, werde ich hoffentlich mit irgendwas erfolgreich. Und gegen das Grübeln gibt's morgen Abend direkt wieder a Mass und a Musi!
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S
<br /> Da berührst du aber eine der ganz großen Fragen, die ich mir fast jeden Tag stelle.<br /> <br /> Eines habe ich für mich herausgefunden, es ist nicht das Materielle, das mich glücklich macht. Durch Scheidung und Co. mit Privatinsolvenz der lieben Gattin habe ich materiell alles verloren, das<br /> ich hatte. Häuser, Autos und Flachbildfernseher. Früher 9 Zimmer mit Doppelgarage, heute seit 4 Jahren das kleine Apartment.<br /> Das Bemerkenswerte daran ist, dass ich trotzdem heute viel glücklicher lebe als zuvor und das ist nicht das Schönreden eines Habenichts.<br /> Ich habe gelernt: "Je mehr Dinge du hast, desto mehr Dinge haben dich."<br /> In Wahrheit hatten all die tollen Sachen vielmehr mich, als ich sie hatte. Verpflichtungen ohne Ende.<br /> Solange ich immer die Miete für eine schöne kleine Wohnung zahlen kann, ein noch so kleines Auto habe und mir Blanchet und Kinokarten leisten kann, bin ich zufrieden. Und natürlich regelmäßig neue<br /> Schuhe :-)<br /> <br /> Mein Tipp: das Loswerden von Verpflichtungen, das Abschneiden loser Enden trägt mehr zum Glücklichsein bei, als der nächstgrößere BMW und das Segelboot. Dessen bin ich mir 100%ig sicher.<br /> <br /> Sorry, ich wollte nicht so tiefgründig werden, aber du hast da gerade MEIN Thema berührt :-)<br /> <br /> <br />
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