Wer seinen Träume in Erfüllung bringen will, muss sich auf dem Weg dahin erst mal mit seinen Ängsten auseinander setzen. Es gibt Glückspilze, denen fällt zur rechten Zeit das rechte Glück in den Schoß; mit noch mehr Glück bleibt das ohne Charakterschäden. Die übrigen stecken sich Ziele, haben fixe Ideen und Wunschbilder und versuchen auch, diese umzusetzen.
Schlimm ist, wenn die eigenen Hoffnungen, Träume und Ängste gegen einen verwendet werden - der Gipfel der Respektlosigkeit und Grund genug, jemanden von der Liste der wertvollen Mitmenschen nachhaltig zu streichen.
Aber zurück zur Umsetzung: wäre es leicht zu erreichen, wäre es kein Traum! Wenn man selbst die Umsetzung realisieren kann, liegen die Ansprüche noch höher, als wenn es um übergreifende Träume geht, also ist der Weg dorthin zwangsläufig ein sehr steiniger. Also kommt nur an, wer die Zähne zusammenbeißt, über Rückschläge hinweg kommt, stur genug ist, clever genug ist um sich Unterstützung zu sichern, seinen inneren Schweinehund an die Leine nimmt und genug Ausdauer zum Durchhalten entwickelt.
Dabei ist es völlig egal, ob dieses Ziel für andere Menschen ein Klacks ist oder ob es ein Weltrekord ist, der niemals zuvor erreicht wurde - was zählt ist allein die Bedeutung für die eigene Person.
Wer unterwegs aufgibt, ist kein schlechterer Mensch (wenn Aufgeben die Ausnahme ist). Aber wer keine Ziele hat und diese steinigen Wege nicht kennt und nie einen bezwungen hat, so jemand ist mir suspekt...