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Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.

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A jeder woaß, dass das Geld net auf der Wiesn wächst...

Ein ganz normaler Wiesn-Abend.

Drei Mädels unterwegs, erst mal entspannt ankommen: Den Kellner im Lieblingszelt anstrahlen und mit sanftem Hinweis auf die Bereitschaft zum Geld ausgeben (Umsatz!) freie Plätze im Reserviert-Bereich zuweisen lassen - ab der ersten Radler-Mass (Mädchen-Bier) und dem würzigen Hendl passt scho alles ganz gut.

So gestärkt schließen wir die Erfahrungslücke: es gibt noch Leute, die noch nie in ihrem Leben Achterbahn gefahren sind! Schnelle Runde Schnick-Schnack-Schnuck und die Alpina-Bahn gewinnt. Und wie...! MannOMann, die ist nicht so harmlos wie sie aussieht, sondern hat's ganz schön in sich! Die Hälfte des Alkoholpegels ist vom Adrenalin aufgezehrt, da hilft nur der Zuckerschock: Zuckerwatte für alle, Kindheitserinnerungen auf der Zunge, schön.

Der "Höllenblitz" scheint fast harmlos, reicht aber trotzdem aus, dass alle heiser vom Johlen und Kreischen sind, noch bevor die eigentliche Zeltgaudi losgeht. Um das auszupendeln hilft nur eins: das gute alte Schottenhamel. Oder doch in's Hacker?? Nach 10 min. Streifzug durch die Gänge des Hacker geht es uns wie immer: es ist voll, alle tanzen und trinken, die Band macht Stimmung - aber irgendwie springt der Funke nicht über: keiner lässt Frischfleisch an seinen Tisch, alle verteidigen das viel zu knappe Platzangebot, die Gänge sind brechend voll und alle unterhalten sich über ihre Schule, Lehrer, Hausaufgaben. Wann genau haben Schottenhamel und Hacker die Gäste ausgetauscht, die Kinder waren doch früher woanders??

Also zurück zum original-Plan: rein in's Schottenhamel und einen freien (komplett leeren, sowas gibt's!) Tisch entern, mit den umliegenden Tischen Kontakt aufnehmen, der Band zuwinken und los geht's. Wie üblich laufen rundrum seltsame Filme / Szenen, und eine 70-jährige im Dirndl, die sich ein Mini-Herzerl als "Luder" um den Hals legt, beeindruckt sogar die Wiesnschlampen. Warum die Mittvierzigerin am Tisch mit lauter Jungvolk Mitte 20 anbandeln will, war zunächst rätselhaft. Erklärend nannte sie (ungefragt) ihr Alter: 28. Ja, klar... Wenn das stimmt, kann ich die Optik nur bedauernd kommentieren und mich endlich wieder jung-geblieben fühlen.

Lustig sind immer die Wege zwischen den Bänken und auch ein kleiner Rückfall zum Zigaretten-Schnorren fördert den kommunikativen Austausch: Charme und Witz kommen manchmal von unerwarteten Seiten, herzliche Grüße an dieser Stelle an den Italiener mit Sprachfehler.

Es war der ruhigste der bisherigen Wiesn-Ausflüge, aber der Zauber zieht immer noch - Sonntag geht's zum Kehraus, also hoch die Titten Tassen, rein ins Dirndl und ab in den Wahnsinn!

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S
Ich liebe deine Storys von der Wiesn und das nicht nur wegen der Geschichten über Hendl, Wiesenschlampen und hoch die T....<br /> Nein, sondern weil sie einfach gute Laune machen und einem aus jeder Zeile entgegenspringt, wieviel Spaß du hattest. Ich bin noch nie in München gewesen, aber ich hatte mir die Wiesn viel<br /> anstrengender und weniger lustig vorgestellt. Hang on, Blondy.<br /> Herzliche Grüße<br /> Svenja
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B
<br /> <br /> Meine große Inspirationsquelle sind ja die Reiseberichte einer gewissen Enduro-Fahrerin ;-)<br /> <br /> <br /> Solltest du je einen München-Besuch Ende September / Anfang Oktober anpeilen, werde ich dich höchstpersönlich in einen Dirndl-Laden zerren und dir die schönen Seiten des wahnsinnigen Fests<br /> zeigen! Schließlich bin ich auch jedes Jahr wieder baff, warum ich so begeistert davon bin, unglaubliche Geldbeträge für literweise Bier auszugeben, Betrunkenen auszuweichen und mein Dekolletée<br /> zum Schießbudenbalkon umzubauen - und dann ist er wieder da, der Wiesn-Zauber, der einfach funktioniert! Liebe Grüße nach Norden, Blondi<br /> <br /> <br /> <br />