Die Stadt ist mit Holzbuden gespickt, es herrscht Krieg zwischen Taxifahrern und Zulieferern und die Post verringert die Anzahl der geöffneten Paketschalter auf maximal 2, kurz: es ist Adventszeit! Sogar der jaulend-schlechte Straßendudler (Musikant kann man das beim besten Willen nicht nennen) hat zu seinem bisherigen 3-Lieder-Repertoire 1 weiteres dazu gelernt - ein Weihnachtslied. Das spielt er jetzt von 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr durchgehend und dank des Nieselwetters bleibt er dabei beharrlich an der überdachten Stelle unter unseren Büros stehen. Er hat sogar ein Grablicht dabei für die Weihnachtsstimmung - das passt, er spielt auch wie halbtot... Aber ich will nicht meckern: Glühwein und Mini-Feuerzangenbowle sind hübsches Beiwerk und wer das große Glück hat, keinen wilden Konsumgeschenken hinterherjagen zu müssen, kann sich zurücklehnen und zusehen, wie der Rest der Welt zunehmend verbissen durch den Hindernis-Parcours der Weihnachtsmärkte stolpert und sich Rentier-gleich rote Nasen ansäuft.