Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Heute war eine Freundin von mir ersichtlich schlecht drauf. So richtig ganz tief unten, wollte nicht kommunizieren, war nicht aufzuheitern, alles grau und trüb bei ihr.
Die Egomanin in mir schrie innerhlich auf: Wie darf SIE schlecht drauf sein, wo sie doch tolle Haare, einen wunderbaren Mann an ihrer Seite und die ganzen 30er-Jahre noch vor sich hat?? Wie soll ich denn dann bitte unterwegs sein - dauer-depressiv?? Schließlich ist die Vorweihnachtszeit immer wieder für kleine Frustabstecher gut:
Keiner da zum im-Schnee-tollen. Keiner fährt mit mir Schlitten. Keiner schenkt mir Adventskalender. Keiner kuschelt mit mir bei Kerzenschein und guckt dem Schnee zu. Meine Weihnachtsmarkttermine versetzen mich. Meine Freunde haben selbst viel zu viel um die Ohren. Alle feiern Silvester paarweise.
Ich könnte noch weiter machen, aber ich glaube, die Tendenz ist klar?!
Übrigens wird es NICHT besser, sondern tatsächlich nur schlimmer, wenn mir "wohlmeinende" Freunde / Familienangehörige / Passanten / wer-auch-immer scheinbar tröstend versichern wollen, dass ich sicher noch den Richtigen und so - da könnte ich schreien. Was ist denn die Aussage? Dass ich tatsächlich allein nichts wert bin, aber mit etwas Glück doch noch einen Restposten abkriege? Warum bestärkt einen kaum jemand darin, dass allein-sein ok sein darf??
Die meiste Zeit halte ich mich wacker, hole mir ein Mindestmaß an Endorphinen über körperliche Bewegung und habe ja auch immer wieder Glück mit Freunden, die spontan helfen, überraschend anrufen oder mich zum Skiwochenende begleiten.
Nur: es fällt gelegentlich schwer, anderen ihre schlechte Laune zuzugestehen - die hätte nämlich ganz allein ich, das arme Hascherl der düsteren Jahreszeit, verdient!
P.S.: Naja, und vielleicht dürfen ein paar Auserwählte auch ein Scheibchen schlechte Laune haben, aber nur, wenn sie wollen