Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Ein bisschen von "[...] mache mir die Welt, wie sie mir gefällt" steckt in jedem von uns: da redet man sich ein, dass alles easy ist, nichts außer Kontrolle geraten kann und überhaupt, alles zum Besten steht. Gerade bei Dingen, die man nicht ändern kann, ist der Candide-Ansatz, die bestehende Welt zur besten aller Welten zu erklären und somit alles für perfekt zu befinden, ein ziemlich guter Ansatz, um sich seinen Optimismus zu bewahren.
Gelegentlich geht der positive Denkansatz jedoch in Augenwischerei über und dann können uns Situationen schneller über den Kopf wachsen, als uns lieb ist - andererseits könnte man dann auch sagen, wenn eine Konstellation ein fauler Kompromiss ist, wird sich früher oder später etwas ändern, wir haben schließlich nicht das ganze Leben / die ganze Welt unter Kontrolle (und das ist auch gut so).
Also, Hand auf's Herz: ich freue mich, dass aus der Begegnung mit dem Frosch vor bald 2 Jahren eine (lockere) Freundschaft wurde. Mit gemeinsamen Training, interessanten Gesprächen und gelegentlicher Unterstützung bei Sonderfällen / auftretenden Problemen. So weit, so gut, alles super - erst recht, weil ich genau weiß, welche seiner Eigenschaften mich bei einer engeren Bindung wahnsinnig machen würden, welche Schwierigkeiten es gäbe und weil ich sehr froh bin, dass mir das erspart bleibt. Unter dieser hübschen Oberfläche brodeln jedoch gelegentlich Anwandlungen, die ich sonst von mir nicht kenne: kaum spricht ihn eine hübsche Blondine im Schwimmbad an, könnte ich durchdrehen und wie eine Furie losstürzen: Finger weg, das ich MEIN Frosch! Jaja, lockere Freundschaft, ist klar...
Wird das dazu führen, dass ich ihm aus dem Weg gehe, um meine Haut zu retten (bevor mich die Dämonen der Eifersucht auffressen?)? Nö, wozu, ich habe schließlich alles unter Kontrolle