Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Es gibt Tage, da lässt sich nur schwer das Gefühl abschütteln, in einem anderen Film gelandet zu sein als in dem, für den an der Kasse bezahlt wurde. Ein solcher Tag startet mit dem verspäteten Taxi und setzt sich anschließend konsequent mit der verspäteten S-Bahn fort. Am Flughafen stauen sich die Menschentrauben und beim Run auf das Flugzeug ertönen schrille Piep-Signale, dicht gefolgt von den unangenehm klingenden Worten des Bodenpersonals: "Mooooment, bitte...!"
Schließlich kam ich doch noch am Ziel an oder besser: an dem Ort, der als Ziel angegeben war. Vom Ziel im Sinne von "Träume meines Lebens" kann hier keine Rede sein.
Geboten wurde auch weiterhin so einiges: ein reisender Holländer legt sich mit dem Kioskbesitzer am Flughafen an, Menschen aus dem früheren (Berufs-)Leben wachsen aus dem Boden vor meinen Füßen und der Tag nimmt seinen Lauf.
Kurz: es ist ein ganz gewöhnlicher Donnerstag.
Und ein "Familientreffen" der weniger familiären Art. Jetzt, wo das letzte verbleibende Bindeglied zwischen eher verfremdeten Familienteilen weggefallen ist, klafft der Abstand zwischen "denen" und "uns" umso größer. Erst recht, wenn die Angehörigen von "denen" sich stillschweigend in ihr Auto setzen und grußlos davon fahren. Das "uns" bleibt zurück und wundert sich: sollen / dürfen wir noch mit zum Kaffee? Gibt es einen Leichenschmaus? Und wer kriegt eigentlich die alte Eisenbahn??
Das Fazit des Tages ist ernüchternd: gut, dass ich da nie wieder hin muss.
Und: gut, wenn doofe Menschen einen tollen Hund haben.
Der lenkt von den peinlichen Gesprächspausen ab.