Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Ein Phänomen muss irgendwie mit dem sagenumwobenen Y-Chromosom oder mit Testosteronausschüttungen zusammenhängen: Männer bleiben über Jahrzehnte in der Vergangenheit stecken. Ein scheinbar erwachsener (>40-jähriger) Mann sieht in den Spiegel und betrachtet dabei versonnen einen Jüngling zwischen 18-25, Weichzeichner inklusive. Er betrachtet sein Leben und findet vorübergehende Jobs und ebensolche Freundinnen seiner Jugend angemessen - schließlich ist er noch mitten in der Findungsphase.
Da ist es kein Wunder, dass in die Zukunft gerichtete Aussagen dieser Spezies ungefähr so realistisch sind wie die Beschreibung zukünftiger Technik in Science Fiction-Romanen. Selbst bei scheinbar konkreter Beschreibung sollte sich niemand einbilden, dass es sich hierbei um echte Pläne handelt, Männer verstehen das mehr als "mögliche Anregungen", für deren Umsetzung sie selbstverständlich nicht zuständig sind.
Vor diesem Hintergrund muss jede (!) zukunftsgerichtete Aussage eines Mannes gesehen werden: wenn er verspricht, sich bald um dies oder jenes zu kümmern oder Pläne schmiedet für gemeinsame Unternehmungen, dann sollte frau nicht s darauf geben - die Qualität dieser Ankündigungen hat ungefähr die Nachhaltigkeit eines Gutscheins über irgendwas für vielleicht irgendwann einmal. Was er nicht sofort anpackt, wird er auch nicht mehr anpacken; was nicht binnen weniger Tage mit konkreter Zeit- und Handlungsangabe fixiert ist, bleibt vage am Horizont neben anderen Trugbildern.
Blöd ist, sich von wiederkehrenden Ankündigungen (Massage hier, Ausflug dort, Fernsehabend, Urlaub, Freunde-Kennenlernen und überhaupt) einlullen zu lassen.
Im vorherigen Satz darf der geneigte Leser ausnahmsweise "blöd" durch "blond" ersetzen...