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Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.

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Die Oberflächlichkeit der Zuneigung

Es war einmal ein Blondi, das so idealistisch war, dass nur die inneren Werte zählten. Dass meine erste große Liebe die meiste Zeit in dem typischen Outfit eines heranwachsenden Jungmannes herumlief (irgendeine Jeans, ein verwaschenes, gelegentlich auch löchriges T-Shirt mit Band-Aufdruck und Rundhalspulli) war schade, aber kein Hindernis. Naja, abgesehen von dem einmaligen Eingriff in seine Unterwäsche-Kollektion - aber ich hatte eine Verbündete in seiner Mutter, die kurzerhand eingriff und die Eingriff-Stücke seiner Spät-Kindheit sämtlich durch Boxershorts ersetzte. Aber ansonsten, ehrlich, war Äußerliches total egal. Früher war eben alles besser...

Jetzt stelle ich fest, dass mein Beuteschema einen Bogen um die Netten macht. Auch dann, wenn es keine langweiligen Softies sind, sondern gestandene Männer mit eigenen Interessen, Freunden, Stärken. Und da beschleicht mich ein unheimlicher Verdacht:

Wären der Theaterfreund oder der Tanzbär aufregender / körperlicher / eben: möglicher, wenn ihr Äußeres eine Mischung aus Brad Pitt und Gerard Butler wäre? Das würde bedeuten, dass ich Männer diskriminiere, die es ohnehin schon schwer haben in der Frauenwelt. Andererseits: es geht um Körperliches, und das hat nun mal viel mit dem greifbaren Erscheinungsbild zu tun. Die Herren selbst sind übrigens kaum besser: keiner von ihnen sucht die verborgene Perle von guter Seele, die in einem unattraktiven Äußeren gefangen ist. Statt dessen sprechen die Beaus genauso wie die Underdogs auf die üblichen Reize an: Beine, Busen, hübsches Gesicht. Erst nach der Schwelle der optischen Eyecatcher folgt die Ansprache und ich habe noch keinen Mann erlebt, der mit einer Frau befreundet ist, die er nicht attraktiv findet.

Und so lehnt sich mein Gewissen entspannt zurück und versinkt schweigend in den Sofakissen - es geht eben doch um das Innere im passenden Äußeren und "kompromissbereit" hat Grenzen. Gegen Anziehungskraft und unerklärliches Bauchkribbeln ist die Vernunft ("...er wäre doch so nett, können wir nicht eine platonische Zweckehe eingehen?!") am Ende doch machtlos.

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W
<br /> Nee, nicht weiß, das hab ich ja schon hinter mir gelassen :-). Das mit dem Stress kann ich seeeehr gut nachvollziehen. LG, schönen Urlaub und baldigen Nicht-mehr-Stress.<br /> <br /> <br />
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B
<br /> <br /> Da bin ich ja gespannt auf Farbe und Outfit! Zum Glück komme ich rechtzeitig zurückgeflogen, um nichts zu verpassen :o)<br /> <br /> <br /> <br />
W
<br /> Ich glaube auch, dass es ganz ohne Anziehungskraft und Bauchkribbeln nicht geht, aber manchmal stellt es sich eben erst ein paar Treffen später ein, siehe Klaus Lage "Tausendmal berührt". Naja, ich<br /> glaube, bis zur 1001. Berührung würde ich auch nicht warten :-) Ich denke sowieso, dass auch die 1000x berührt-Story nur "zufällig" funktioniert. Wenn man wartet, dass sich die Nur-Freundschaft in<br /> Liebe verwandelt, dann passiert das sowieso nicht. Höchstens dann, wenn man genau das aufgegeben hat - dann vielleicht zufällig... oder auch nicht. Was lernen wir daraus? Es gibt kein Geheimrezept<br /> und wie's kommt, so kommt's. Es ist schon richtig, wie du es machst. In diesem Sinne liebe Grüße!<br /> <br /> <br />
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B
<br /> <br /> Wow - von allen Seiten das Thema beleuchtet und dann das Happy-End der Zustimmung :-) Danke schön und ich bin gerade wieder voller Lebensmut und (hoffentlich) auch einer Portion Charme. Zumindest<br /> scheint es gerade wieder bergauf zu gehen - mit zu viel Stress (auch, wenn der ganz woanders herkommt) lässt sich eben das schönste Privatleben nicht richtig aufbauen, aber das ändert sich ja<br /> langsam (Jobwechsel, Putzfrau-Suche, Urlaub)! Liebe Grüße zurück und bis bald in weiß (du, meine ich)<br /> <br /> <br /> <br />