Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Getreu dem Motto "Besuchen Sie Europa solange es noch steht!" übernehme ich mal wieder den südlichen Part (während Svenja den Norden aufmischt, einheizt und mit Stollenreifen durchpflügt). Und warum das Ganze? Weil es zu Hause zwar meist am schönsten, auf Dauer aber auch am langweiligsten ist. Wer Abend für Abend die Wände des heimeligen Wohnzimmers oder die flimmernde Frontscheibe des GEZ-Geräts betrachtet, wird irgendwann stutzen: war der Raum früher nicht viel größer? Sind die Wände näher gerückt? War das Bild nicht mal viel schärfer, das Programm besser und der Couch-Partner, naja, irgendwie: aufregender??
Jetzt kann man die Einzelteile des Szenarios Stück für Stück austauschen, die Gesamtsituation wird sich dadruch jedoch nicht wesentlich verändern.
Viel besser: weg hier!
Völlig egal, ob weit oder nah, ob zu Land, zu Wasser oder durch die Luft, auf jeden Fall raus aus dem Trott.
Am besten finde ich Entdeckungsreisen: grobe Richtungsplanung, unterwegs treiben lassen, vielleicht in einigen Infos schmökern und spontan nach rechts oder links abbiegen, Essen und Weine der Region ausprobieren und erst umdrehen, wenn der Sand zwischen den Zähnen knirscht.
Wie es sich für einen ordentlichen Sommerurlaub gehört, sollten zu dieser Jahreszeit unbedingt ausreichend Decken, Schlafsäcke und Feuerzeugs mit in's Gepäck.
Auf gar keinen Fall dabei: Laptop, DVD/TV oder ähnliches Gerät.
Und nach der Rückkehr (etliche halb-öffentliche und öffentliche Sanitäreinrichtungen später) wird die heimische Wohnung riesig und einladend sein, unglaublich aufgeräumt und sauber, mit Hektokubikmetern Luft und Platz und einfach nur paradiesisch.
Bis zum nächsten Fernweh...