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Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.

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Eine Geschichte - Variante A

Diese Geschichte lässt sich in Zahlen abbilden:

6

20

27

35

4...

 

Mit 6 war ich hyperromantisch und wollte meine Sandkastenliebe heiraten. Szenen meiner Kindheit sind mir so peinlich, dass ich bis heute kaum darüber sprechen mag, zumal der Gegenpart meiner Sandkastenliebe (nennen wir ihn Tim) ebenfalls bis heute traumatisiert ist.

Ich nehme an, dass er nicht wegen mir die Schule gewechselt hat, aber ein mulmiges Gefühl bleibt. Vage Szenen verschwommener Erinnerungen: eingeforderte Küsse, der unbedingte Glaube daran, die Welt aus den Angeln heben zu können und ein völlig unrealistischer Traum von großer Liebe. Und das noch vor der Scheidung.

 

Mit 20 dachte ich: das war's jetzt! Das Beste ist vorbei, die Sturm-und-Drang-Phase ist durch, die große Liebe auch. Hatte ich mich doch mit 17 blitzschlagartig verliebt in lange Haare, markante Lippen und eine vermeintliche Lässigkeit, die eigentlich eher Desinteresse für Frauen war, wo doch Fußball viel spannender schien. Wir waren jung und wild und glaubten fest daran, das mit uns ist für immer. Verlobung inklusive. Große Gefühle ganz ohne Anleitung und am Ende gab es einen Scherbenhaufen, der nicht nur sprichwörtlich vor uns lag. Wie sollte ich so etwas Großes jemals wieder erleben?? Ich versuchte, den runden Geburtstag dennoch zu feiern, fand es furchtbar und setzte mich spontan in's Auto, um weit, möglichst weit weg zu fahren (zählen 600 km als weit genug??).

 

Mit 27 war längst klar: Natürlich war das Leben nicht vorbei, Liebe gibt und gab es, auch wenn die jüngste langjährige Beziehung gerade in Auszug mündete. Gleichzeitig war die lange berufliche Lernphase vorbei, "It's my life" lief als Hymne während der letzten Fahrt zur Uni und die Trennung war insgesamt recht mild: wir blieben Freunde, denn eigentlich mochten wir uns, waren eben nur nicht füreinander bestimmt. Kein Problem, einfach zurücklehnen, das Single-Leben mit Parties, Einladungen und den ersten auftretenden Serien-Schwächen (damals: Ally McBeal) genießen, die große Liebe kommt schon noch. Einsame Abende sind nicht einsam, wenn man das Wohnzimmer mit 3000 Puzzle-Stücken teilt.

 

Mit 35: große Ernüchterung. Familie? Kein Zwang, aber vielleicht... wer weiß... Nein. Zu teuer (seine Meinung). Zu unberechenbar (dito). Und, was ich damals noch nicht wusste: Festlegen ist eh doof, wieso andere Karriere / Haus / Familie etc. hinbekommen ist ein Rätsel universellen Ausmaßes und für die Eigenanwendung kein taugliches Bild. Der Verlobungsring war teuer, aber nicht lieb.

Was bleibt also? Karriere?? War eines der wenigen Dinge, die ich nie wollte. Freunde? Zum Glück! Lebensentwurf? Geprägt von großem Abwarten: Dass etwas passiert. Dass etwas vorgibt, wo die Reise hingeht. Dass eine Begegnung stattfindet (sage und schreibe 2 Blind Dates pro Jahr). Vielleicht Skilehrer werden? Oder die nächste Runde Gehaltserhöhung mitnehmen und hoffen, dass alles irgendwie weiter geht? Besser vielleicht: einen ruhigen Job suchen, der weniger aufregt. Oder was?

 

Jahre vergingen und eins kann ich euch sagen: Skilehrer bin ich dann doch nicht geworden.

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V
Ja doch, ich weiß, dass die Vier an erster Stelle steht. Und? Any problems?<br /> Ich hab sie nicht, obwohl ich in 14 Monaten ne Doppelvier erreiche...
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W
Bin zur Zeit ja nicht zu großem Denksport fähig, daher die Frage: Wo ist die vier?
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V
Hm, Skilehrer(in) bist du nicht geworden. Also kann ich zur Gehaltserhöhung gratulieren? Oder hast du den ruhigeren Job gesucht?<br /> Nee, haste nicht, dafür schätze ich dich nicht ein. Du hast Hummeln im Hintern und wärst ein großer Verlust für deine Umwelt, wenn dem nicht so wäre. Also ist in diesem Sinne doch alles gut!<br /> Übrigens, wenn auch schon watt länger her... alles Gute für das neue Jahr, junge Frau! :-)
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