Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Ich, Königin der Selbstdisziplin, hatte extra den Vampir-Schmöker zu Hause gelassen und auch fast keine alberne Frauenzeitschrift gekauft, um auf der Fahrt in den Norden fleißig zu arbeiten. Und dann das: Da hat doch tatsächlich im Universum jemand versehentlich unausgesprochene Wünsche erhört und mir einen netten Mitfahrer gegenüber gesetzt: Attraktiv und sportlich, humorvoll und mit etwas Glück halbwegs gebildet, mit sehr schönen Augen, einladendem Mund und genau das richtige Bisschen abseits vom Mainstream-Geschmack. Und dann? Bekomme ich abgesehen von einem lockeren Gepäckwurschtel-Satz nichts hin. Auf die Arbeit konzentrieren ist schwierig, wenn man dabei inständig versucht, attraktiv zu sitzen oder im Sitzen attraktiv zu sein und einladend aber nicht zu aufdringlich und überhaupt zu wirken (und natürlich wahnsinnig attraktiv, oder erwähnte ich das schon?). Irgendein Kontakt-Opener fiel mir allerdings auch nicht ein, so dass irgendwie nichts zustande kam, außer dass ich zwischendrin kurz knallrot anlief, weil ich mitten in der Situation anfing, gerade Erlebtes fast-live zu bloggen und die Mitleser im Zug langsam neugierige Blicke warfen... Ich brauche für so was unbedingt eine Sichtschutzfolie oder mehr Contenance in Sachen Gesichtsfarbe!
Langer Rede, kurzer Sinn: bis Würzburg saß ich wie das Kaninchen vor der Schlange, bei Würzburg war dann Ende - hat der Typ doch tatsächlich gewagt, den Zug zu verlassen! Ich meine, was ist schon Würzburg, wenn der Zug noch weiter nach Süden fährt?!
Liebes Universum, beim nächsten Mal noch einen kleinen Schubs mehr und weiter so!