Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Heute kam eine Gewissensfrage auf: soll man einem Geizhals, der unzuverlässig, zuweilen unkontrolliert und machthaberisch ist, zudem unehrlich und mehr als ausreichend wohlhabend - soll oder muss man für so jemanden Geld für ein Geschenk spenden? Noch dazu, wenn der zu Beschenkende das Event (= den Anlass) gar nicht verkündet, also niemanden einbezogen hat?
Reflexartig habe ich die Brieftasche gezückt, als ich danach gefragt wurde. Schließlich habe ich auch seelenlos die Glückwunschkarte unterschrieben, also was soll's.
Und doch: kaum war der Beitrag eingezogen, kam ein schlechter Beigeschmack auf. Warum muss ich dafür bezahlen, dass ich mich in einer Gemeinschaft um Gesellschaftsfähigkeit bemühe (im Gegensatz zum Beschenkten) und es unhöflich fände, den Beitrag zu verweigern.
Vielleicht wäre in dieser Lage weniger anerzogen-höflich und mehr direkt-boykottierend angeraten gewesen...