Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Moralisches Dickicht in der Bar:
Nachdem die alte Knigge-Hürde "Dem Inhaber gibt man kein Trinkgeld" umschifft wurde über "im Zweifel geht es in den Gemeinschafts-Topf der Mitarbeiter", tauchen neue Klippen auf. Beim letzten Besuch wollte die freundliche Bedienung kein Trinkgeld annehmen, da ich "zur Familie gehöre". Also versuchte ich es bei ihrer Kollegin heute erst gar nicht - und wurde prompt vom schlechten Gewissen heimgesucht. Ist es grob unhöflich, dem vollendeten Service nicht ausreichend Tribut zu zollen, oder sieht sie das genauso? Wenn ich einem anonymen Kellner auf die Füße trete, ist mir das egal, aber für die wichtigen Dinge gibt's bei Knigge ja wieder nichts zu lernen, alles für die Füße...
Interessanter Nebenschauplatz: ein Freund von mir ist glücklich verliebt und in enger Beziehung und alles ist bestens - ich freue mich für ihn, diesmal scheint es echt und gut und überhaupt zu sein. Erstaunt war ich nur, als andere Umstehende mich fragten, ob jetzt (angesichts einer zurückliegenden gemeinsamen Vergangenheit) "alles wieder gut" sei - es war doch nie anders?! Ist es so selten, dass man einander das Glück gönnt, auch wenn es nicht miteinander stattfindet??