Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Ich finde ja, wer ein gutes Leben führt, braucht sich keiner Lügen zu bedienen.
Simple Logik: wer viel erlebt, Spaß hat, Herausforderungen meistert, Ziele erreicht und Leidenschaft entwickelt und auslebt, hat keinen Grund, mit übertriebenen Übertreibungen und erfundenen Geschichten seine Mitmenschen zu beeindrucken. Nur diejenigen, die ein stumpfes Leben ohne besondere Highlights führen, bedienen sich allzu gern bei angelesener Phantasie, abgekupferten Träumen anderer oder ersponnenen Möglichkeiten, um Eindruck zu schinden.
Dummerweise falle ich nur allzu leicht (zumindest anfangs) auf solche Nullinger herein, weil ich es im Grunde völlig abwegig finde, mit so einem Ansatz hausieren zu gehen - ich wüsste beim besten Willen nicht, warum ich meine echten Erlebnisse hinter dahingeschwafelten Super-Stories verstecken sollte. Und da man instinktiv von sich auf andere schließt, bin ich jedes mal baff erstaunt und schmerzlich desillusioniert, wenn es schon wieder passiert ist: dass ich die dahergesagten Luftschlösser von jemandem für bare Münze nehme und alles wortwörtlich so glaube, wie's erfunden wurde. Sobald dann jedoch der Moment der Wahrheit kommt, reagiere ich schlagartig intolerant - denn in meiner Welt sind Lügen nur etwas für Leute, deren Wahrheit nicht ausreicht: weder für ein erfülltes Leben, noch für eine angeregte Unterhaltung.
Solange das Leben immer noch die besten Geschichten schreibt, bewahre ich mir eine gewisse Arroganz, die mich auf Schaumschläger und ähnliche Kaliber distanziert herabblicken lässt.