Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Endlich wieder ausgehen: wenn ich einen weiteren Abend "gemütlich" zu Hause verbracht hätte, wäre mir unweigerlich die Decke auf den Kopf gefallen - und das ist immerhin ziemlich ähnlich der alten Angst der Gallier, dass einem der Himmel auf den Kopf fallen könnte, also gar nicht gut. Also: auf zur Lieblingsbar, wozu hat man sie schließlich. Spontan schloss sich der Theaterfreund an und es gibt Tage, da frage ich mich: was wäre ich nur ohne selbigen?? Es ist herrlich unterhaltsam, dabei entspannt, wir lachen viel und jeder ist ungezwungen und genießt die gemeinsame Zeit. Zu schade, dass er bei der Sedunkenbruchteil-Einschätzung "körperlich mögich: ja / nein" auf der falschen Seite gelandet ist, es ist ein echtes Elend... Bin ich irgendwie pervers, dass mir immer die Männer zusagen, die nicht passen und/oder nicht zu haben sind und/oder Probleme machen und/oder nicht gut für mich sind und/oder etc. etc.?! Oder bin ich irgendwie pervers, dass ich überhaupt ein Job-Sport-Sonstwie-Leben nur halb so erfüllend finde und auf lange Sicht nicht vom anderen Geschlecht lassen mag? Und ist es vielleicht kein Zufall, dass auch andere Familienteile eine Spezialität für entfernte Männer entwickelt haben?? Freud, ick hör dir trapsen...
Immerhin: baut der Frosch mein Weltbild unregelmäßig wieder auf, so baut der Theaterfreund mein Wohlbefinden regelmäßig auf oder stabilisiert es - vielleicht ist es einfacher mit Freunden, die selber Dauer-Single sind und die Hürden und Sehnsüchte nur zu gut kennen.
Egal jetzt: es war ein schöner Abend mit hervorragender Musik, lecker Weinchen und der zuverlässig wohltuenden Athmosphäre der bewährten Lieblingsbar, da will ich mit dem Schicksal nicht weiter hadern und werde mich morgen gestärkt neuen Herausforderungen stellen. Gute Nacht!