Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Hach, was für ein Tag!
Nachdem ich wochenlang mehr funktioniert als gelebt habe, war heute Freizeit angesagt: Ski in Form bringen, Freundin treffen, mit dem Friseur experimentieren, Freundin treffen, Freund bei Klamottenkauf beraten, kurz erholen und auf zur Lieblingsbar: der Stammgaststatus war erfreulich intakt, zudem erst deutsch-russischer Austausch, dann Wiener Schmäh.
Nebenbei muss erwähnt werden, dass ich als Problemfußfrau den Winter freudig begrüße, weil Pumps doof sind und flache Stiefel die Erlösung für alle Kleiderfragen darstellen. Irgendwie habe ich in den letzten Jahren eine Vorliebe für MiniKleider entwickelt, am liebsten im Stil vergangener Zeiten (60s sind super!).
Ich habe eine Ahnung, dass ich von Unwissenden betrachtet werden könnte als eine, die sich älteren Herren anbiedert und aushalten lässt. In echt gilt: es ist mir herzlich egal, ob jemand meinen Wein bezahlt oder nicht, ich kann schließlich für mich alleine sorgen. Aber ich finde es nett, wenn der Herr gute Manieren beweist, der Abend entspannt in Plauderei über Mode, Theater, Kultur, Politik, Europa, alte und neue Zeiten, Musik, Menschen und Wein dahin fließt und ich dann auch noch zu wundervoller Elvis-Musik zum Tanz gebeten werde - zeigt mir einen 42er, der das abdeckt, und ich bin verloren! Da das 42er-Alter hier in den allermeisten Fällen deutliche Mankos aufweist, lande ich wohl gelegentlich bei Jahrang-42-ern - so what?!?
Es gilt einmal mehr: die Lieblings-Jazzbar der Stadt hat den besten aller Barkeeper. Kaum jemand (neben dem Frosch und dem Adligen) ist so gut darin, die Dame(n) grundsätzlich zuvorkommend und umfassend charmant zu behandeln. Es hat sich, wie so oft, gelohnt, sich trotz Müdigkeit zum Ausgehen aufzuraffen. Und das morgige Ziel steht auch schon fest: Joggen, um das stehen gelassene Auto wieder einzusammeln.
Als Schlusswort eines (zugegeben) weinseligen Abends fällt mir noch ein: liebe Blogroll-Autorinnen aus dem fernen Norden: ist euch eigentlich mal aufgefallen, dass es ein Unding ist, dass ihr so weit weg wohnt?? Wir sollten mal ein Treffen initiieren und die neue Wohnung der einen, die inzwischen längst neu entwickelte Erscheinung der anderen und die immer wieder neu entdeckte Lebenslust aller zu feiern!