Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
In der Zusammenarbeit in Firmen, in der übergreifenden Arbeit mit anderen Firmen, mit Kunden, mit Beratern, mit Lieferanten, mit Chefs, mit Teams, miteinander - in allen Fällen läuft es darauf hinaus, wie gut einzelne Personen sind. Der große Auftrag über zwei Jahre geht nur beim ersten mal an die Firma mit dem günstigsten Angebot. Taugen die einzelnen Menschen hinter dem Angebot nicht, wird der Folgeauftrag prompt an die Konkurrenz gehen, denn auch günstige Preise sind aus dem Fenster geworfenes Geld, wenn die Leistung nicht erfolgt.
Ich habe schon mehrfach Kollegen erlebt, die nach der Zusammenarbeit mit anderen in Projektteams verbrannte Erde hinterlassen haben - und anschließend nicht mehr involviert wurden. "Nicht teamfähig"hieß es mal, oder "Mitarbeiter würden eher kündigen, als noch mal mit XY zusammen zu arbeiten". Kurz, die wichtigste Orientierung bei der Betreuung von kniffligen Aufgaben ist nicht unbedingt, "wer ist dafür zuständig", sondern: "wer kann es / wem trauen wir die Lösung zu?"!
Umso frappierender ist, wie Firmen sich nach außen geben: Mitarbeiter, Fluktuation, Vertrauen und ähnliche Attribute spielen keine Rolle und werden nicht thematisiert. Die Firma glaubt tatsächlich, sie kann über Image, Fassade und eine bunte Website + Callcenter funktionieren. Dumm nur, dass das zu kurz gesprungen ist - zum Glück setzt sich über kurz oder lang nicht das PR-Image durch, sondern der gute alte Leumund kommt in's Spiel: und der ist auch in der globalisierten Wirtschaft wichtiger denn je.
Wer nicht begreift, dass man es in jedem Job und bei jedem Geschäft mit einzelnen Personen zu tun hat, wird auch mit Druck und Angst und strenger Herdenführung kein erfolgreiches Business auf die Beine stellen. Zumindest nicht mit wirklich guten Leuten auf einem dauerhaft guten Niveau.