Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Was hatte ich mich gefreut: schönes / brauchbares Wetter, ein Test-MTB und ein gutaussehender Mann und los. So ein Dreieinhalbtausendeuro-Fahrrad ist zwar nicht gerade im Rahmen meiner Preisvorstellung, aber man bekommt (testweise) auf jeden Fall ein äußerst taugliches Sportgerät. Also raus aus der Stadt und ab in die Wälder!
Irgendwo im Südosten zwischen einem abgelegenen Hofgut und weiteren Wäldern war es dann so weit: trotz des noch fremden Untersatzes fühlte ich doch eine nur allzu vertraute Fahreigenschaft: das Hinterrad scheint zu eiern, die Federung wippt so komisch nach und in die gesamte Fuhre kommt ein leichtes Schlingern, kurz: die Luft war raus.
Zum Glück hatte ich eine Pumpe dabei, ansonsten habe ich geflucht, weil ich eigentlich einen Deal mit dem Universum hatte, dass die Häufigkeit meiner luftleeren Reifen letztes Jahr für mehrere Sommer gut sein müsste. Egal, gepumpt bzw. pumpen lassen, kurz weitergefahren und nach 500m wieder: der Schaden ist geblieben, die Luft schwindet. Also habe ich meine Begleitung schweren Herzens allein auf Tour geschickt und bin umgedreht. Habe auch fast ohne Schlenker den Rückweg gefunden und fortan hieß es 20km lang: fahren, pffffttt, pumpen, fahren, pfffttt, pumpen, fahren, pfffttt usw usf. Nach zwei Stunden hatte ich Muskelkater im Pump-Arm und stellte den Jungs im Fahrradladen das Rad hin: "Hinten verliert Luft. Ich will nicht weiter darüber reden. Diskutiere nie mit einer Frau, die Hunger hat, genervt ist und 2h gepumpt hat." Fazit: anstelle eines sonnigen Mittagessens während schöner Ausfahrt mit dem Adligen gab's erschöpften Nothalt am McDrive - aber wenigstens habe ich mich rundum viel an der frischen Luft bewegt und dabei viel frische Luft (rein in de Reifen, raus aus dem Reifen...) bewegt.
Wenn ich mir endlich ein eigenes Rad zulege, will ich unkaputtbare Panzerreifen!