Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
So ein ruhiges Wochenende ist was Feines - zumindest bei Menschen, die in sich ruhen, ausgeglichen sind und die kostbare Freizeit sinnvoll einsetzen.
Dummerweise trifft das gerade nur sehr bedingt zu, ist halt doch noch nicht vorbei mit der Rekonvaleszenzphase... Das Verstörende an diesem Zustand des Durchhängens nach hormonell-emotionaler Verwirrung ist: man kann alles machen, was man schon immer gern gemacht hat. Ausgehen, Freunde treffen, Ausstellungen bewundern, Ausflüge unternehmen, viel Zeit in Sport investieren, zur Not kann man sich auch mit Bügeln oder Fensterputzen die Zeit vertreiben. Einziger Haken: es macht gerade alles nicht so richtig Spaß...
Also, von mir aus hätte es heute ruhig weiter regnen, ach was: schütten können - dann könnte ich den ganzen Tag auf der Couch rumschlunzen und dem Regen zusehen. Wäre wohl die passendste Beschäftigung.
Statt dessen gilt: tief durchatmen und sich nicht unterkriegen lassen. War was? Alles Käse, hat nie gepasst und ihr wisst schon. Ich bin auch längst über das Stadium hinweg, in dem man sich bei einer verirrten Riesenspinne wünscht, dass männlicher Besuch im Haus wäre, der sich heldenhaft der Sache annehmen könnte. Oder jemand, der mir meine Discokugel aufhängt. Oder der mit mir trainieren geht und mich fordert. Oder jemand, mit dem man stundenlang das Bett zerwühlen könnte.
Kurz: Eigentlich ist alles super. Sport kann ich auch alleine und habe gestern immerhin den netten Schwimmer aus dem Frühsommer getroffen (vielmehr: er hat mich wiedererkannt und angesprochen). Das Bett ist adrett aufgeräumt. Die Discokugel ist im Keller bestens aufgehoben. Mit Spinnen werde ich locker fertig.
Trotzdem könnte es von mir aus den ganzen Sonntag lang Hunde und Katzen regnen, einfach nur so...