Overblog Alle Blogs
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.

Werbung

Sandkastenliebe und Winterschwarm

Zurückblickend gab es bereits in frühester Kindheit die ersten tollen Jungs oder zumindest welche, die wir für die tollsten hielten. Da wären beispielsweise sehr früh die Sandkastenliebe (wollte ich mit 6 heiraten) und etwas später der Winterschwarm (wollte ich mit 12 küssen). Ersterer sah beim letzten Zusammentreffen vor etwas weniger als 20 Jahren wahnsinnig gut und irgendwie auch geheimnisvoll aus, was jedoch am wahrscheinlichsten dem Umstand zuzuschreiben ist, dass es dunkel und nebelverhangen war und er als modisches Highlight einen Hut trug, der jedem Klischee-Privatdetektiv aus den 60ern gut zu Gesicht gestanden hätte.
Der zweite sah aus wie Nicolas Cage. Zumindest dachte ich das lange Zeit. Bis vor einigen Tagen N.Cage mit Schuldenschlagzeilen und aktuellem Foto in der Presse landete und ich nichts Besseres zu tun hatte, als im Internet nach meinem Winterschwarm zu forschen. Keine 3 Mausklicks später hatte ich ihn vor der Nase - und musste leider feststellen, dass meine gesamte Vorstellung nicht haltbar war... Ich bin kuriert, danke auch! Keinerlei Ähnlichkeit mit irgendwelchen Hollywoodgrößen und auch sonst eher... eigen. Nicht, dass sich in den letzten Jahrzehnten keine neuen Schwärmereien ergeben hätten, denen man an langweiligen Novembertagen nachhängen kann, aber dennoch war es ziemlich desillusionierend, den ehemals so gutaussehenden und ausstrahlungsstarken Typ aus der pubertären Erinnerungskraft nun als zweidimensionalen Durchschnittsmann zu sehen - fatales Internet.
Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
~
<br /> So ab und an finde ich es gar nicht so schlecht, wenn man an den einen oder anderen Schwarm, den man in der Jugend hatte, auch heute noch einen Gedanken zu schenken. Was wäre der Mensch ohne all<br /> seine Erinnerungen, die warscheinlich eh nicht so berauschend waren die man sich heute daran erinnern kann.<br /> <br /> LG<br /> <br /> <br />
Antworten
B
<br /> Klar denkt man gern mit leisem Lächeln zurück. Deswegen war ich auch erst verblüfft (geschockt), als das Bild des Teenager-Winterschwarms so völlig anders war, als ich gedacht hätte. Ich glaube,<br /> die Sandkastenliebe lasse ich lieber fotofrei ruhen...<br /> <br /> <br />
W
<br /> Ich finde sowas eher beruhigend. Nach dem Motto, Glück gehabt, doch nix verpasst. Und die Schwärmerei kann man dann getrost für immer abhaken. Noch besser finde ich es übrigens, wenn sich ein<br /> früherer Traumprinz (was die menschliche Komponente ja immer mit einschloss) im Nachhinein als menschlicher Vollidiot und A... entpuppte. Ist vielleicht desillusionierend ("wie konnte ich den Typen<br /> auch nur annähern nett finden?"), aber auch sehr erleichternd (Puh, nochmal davon gekommen...) und beglückend, da ich andere (gefundene) Qualitäten auch dadurch viel mehr zu schätzen und vor allem<br /> zu lieben weiß. In diesem Sinne, liebe Grüße in den Süden.<br /> <br /> <br />
Antworten
B
<br /> Hm, so viel Desillusionierung brauche ich eigentlich nicht... Lieber bewahre ich mir viel Gutes, als dass das Gesamtbild so sehr in's Negative kippt. Schließlich blickt man doch auch gern<br /> schmunzelnd zurück... (wenn's gut läuft)<br /> <br /> <br />