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Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.

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Stärken und Schwächen

Ausgehend von einigen unschönen Entwicklungen vor geraumer Zeit hatte ich meinen Blick geschärft: zum einen beobachte ich sehr gern Menschen in meinem Umfeld (von U-Bahn bis Freundeskreis) und hierbei ganz besonders die Aktions-Reaktions-Ketten der nonverbalen Kommunikation. Zum anderen hatte ich einen geübten Blick entwickelt, die Schwächen anderer relativ schnell auszumachen und still zu speichern. Damit ich nicht versehentlich darauf herumtrampel, aber auch, um bei misslichen Entwicklungen nicht ohnmächtig dazustehen. Auch wenn ich, abgesehen von kleineren Momenten des sich-hinreißen-lassens (Essig im Bügelwasser...) nichts davon ausgenutzt habe, ergab sich doch ein gewisses Gefühl der Wehrhaftigkeit, man weiß ja nie... Das ging so weit, dass mich bei einem näher bekannten Herrn regelrecht irritierte, dass ich zunächst kaum Angriffspunkge ausmachen konnte.
Was total egal ist.
Schließlich: ist viel wesentlicher, die Stärken in jemandem zu sehen. Und in schwachen Zeiten bestärken zu können, zumindest wenn es sich um einen Freund handelt.
Gewinne ich langsam meine ursprünglich über Jahrzehnte gepflegte positive Grundannahme zurück? Bis hin zur optimistischen Naivität??
Keine Ahnung, vermutlich nicht ganz. Aber ein wenig weniger Verteidigung und mehr es-wird-schon-gut-werden-Mentalität kann ja nicht schaden. Zumindest bis Silvester, dem klassischen Datum des gesunden Zweckpessimismus ;-)
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