Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Es gibt solche Tage Wochen: der Bad-Hair-Day gibt 120%, der Fehlgriff bei der Schuhpflege versprüht Glattlederglanzlachs auf den Wildlederstiefeln, frau merkt erst am Abend, dass der neue Rock nur halb so eng wäre, wenn man die Sicherheitsfäden vor dem Tragen entfernt hätte und die Eltern heiraten vor anstelle der Kinder. Es ist nur konsequent, dass die Lokführer streiken und somit alle Terminpläne ad absurdum führen; zudem habe ich vor lauter Chaos bei Versand des Visum-Antrags die Hälfte vergessen und die ersehnte ruhige Woche zog nahezu unbemerkt an meinem Krankenlager vorbei.
Und dennoch: gar nicht so übel hier. Der Urlaub rückt immer näher, nicht nur zeitlich, sondern auch in Sachen Vorbereitung (von kleineren Formalitäten mal abgesehen), wichtige Gespräche führen zu positivem Ergebnis und die anstehenden Hochzeiten sind eine freudige Erweiterung der Patchwork-Familie mit allen Vorteilen (man kann sich die Besten rauspicken) und nur wenigen Nachteilen (gelegentlich etwas unübersichtlich oder: bloß nicht versehentlich Verwandte daten!).
Ich werde also versuchen, als Trauzeugin keinen Gast auszuladen, den Pfarrer nicht umzurennen und die Gesangbücher in der Kirche auch wirklich zu verteilen. Endlich rentieren sich all die Kleidchen, die sich in den letzten zwei Jahren angehäuft haben! Noch bin ich unter 40, kann also locker Mini tragen - oder versuchen, den Herbst-Termin zu einer 50er-Jahre-Motto-Hochzeit zu überreden. Wir könnten dem Bräutigam die Haare wachsen lassen, schwarz färben und zur Tolle formen - das wäre zumindest besser als die Elvis-Tolle der Braut, die ich vor einigen Jahren als "World's best Betonfrisur" bestaunen durfte.
Größere Quintessenz fällt mir heute nicht ein zu der Welt, aber ganz schön bunt geht es zu im Leben!