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Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.

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Weltliche Dinge und die Suche nach dem Glück

Nachdem sich das Frustshopping auf den Fuhrpark ausgeweitet hat, ist ja nun erst mal Shopping-Stop angesagt. Oder anders ausgedrückt: Ich stelle gerade mal wieder fest, wie befreiend es ist, nichts zu brauchen. Werbeblättchen aus der Zeitungsbeilage flattern belanglos zu Boden, Radiowerbung führt höchstens zu einer leichten Anhebung der Augenbraue (wer zum Teufel lässt sich von so dämlichen Werbeslogans verführen??) und mein Kleiderschrank ist nun wirklich voll genug. Um dem Ganzen noch eins drauf zu setzen, entrümpel ich auch immer wieder altes Zeugs, so dass mehr und mehr Luft und Freiheit um mich herum einzieht.

Und als ich heute an der Lottowerbung vorbeifuhr wurde mir bewusst: ein Lottogewinn würde mich nicht glücklicher machen, als ich jetzt bin. Nicht die Bohne. Schließlich hatte ich schon jede Menge Wunschlistenzeugs:

  • mein persönliches Traumauto (2005 - 2010)
  • ein knuffiges Cabrio (2003-2005)
  • ein hochtechnologisiertes Zweisitzer-Flitzer-Cabrio (2005 - 2008)
  • das absolute Traummotorrad (2000 - 2011)
  • Kreuzfahrturlaub in der Balkon-Suite (2006)
  • eine Nobelhotelübernachtung in überbordendem Luxus (740,- EUR/N, zum Glück auf Einladung, 2008)
  • eine Großartige Wohnung (1989-1998, 1998-2005, 2005-2008, 2008-2013)

Natürlich gibt es wunderschöne Autos, hinreißende Motorräder und traumhaft schöne Penthouse-Wohnungen. Aber es ist ein sehr befriedigendes Gefühl, das alles nicht zwingend zu brauchen, sondern sich zu denken: ja, nett, würde mir auch gefallen - ist aber nicht so wichtig.

...

So weit, so der ethisch wertvolle Teil.

Wäre da nicht die fixe Idee mit dem Campingbus. Mit dem Gefühl von Freiheit und Abenteuer und Surferspirit (nicht, dass ich noch surfen könnte nach all den Jahren) inklusive. Und so stecke ich all die kleineren Euro-Beträge, die normalerweise in ein hübsches Textilstück hier oder eine teure Ausgeh-Drinks-Taxi-Veranstaltung da fließen würden, in Campingzubehör, Fachzeitschriften und den Traum von der nächsten großen Fahrt. Der Spießer in mir liebäugelt mit Hochlehn-Campingstühlen (während auf dem Balkon eine Klappmatratze völlig ausreichend ist), die Partyqueen in mir prüft schon mal die Sound-und-Tanz-Möglichkeiten (Batterie-iPod-Soundanlage vs. Autoradio) und die Ungeduldige in mir steckt bereits jetzt verschiedene mögliche Reiserouten ab. Die Unabhängige denkt an wohlig-alleinige Abende mit Blick auf die Atlantik-Brandung, die Gesellige lädt derweil unverdrossen Freundinnen zur Teilnahme ein.

Im Endeffekt wird das alles kommen wie es wolle und auch wenn ich keinen SLR, 911 oder A5 quattro brauche, so muss ich doch zugeben: ja, auch mich können materielle Dinge glücklich machen. Weil ganz viele Träume mit dran hängen, schließlich ist mein Bus ein besonders reiselustiges Exemplar - und Entdecken macht glücklich!

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