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Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.

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...wenigstens habe ich getanzt

Was für ein seltsamer Abend: zunächst vieles wie gewohnt, der Stammplatz in der Bar, die angekündigte Band, das Kleid der Sängerin. Langsam aber sicher schleichen sich erste unerwartete Dinge ein: der Herr mit dem Wiener Schmäh taucht nicht auf, was geradezu irritierend selten vorkommt. Zunächst Glück im Unglück war jedoch Hansdampf anwesend, der verblüffende Ähnlichkeit mit einer Comic-Figur hat und passabel Boogie tanzt. Leider musste ich im Verlauf des Abends feststellen, dass nicht alle Rentner den Stil der alten Schule beherrschen und manche die Rückkehr der Dame zu ihrem Stammplatz am Ende der Bar missverstehen als Aufforderung, ihr dorthin zu folgen und einseitige Gespräche zu führen. Puhh... Zum Glück ergaben sich zwischendrin andere deutlich unterhaltsamere Begegnungen und als ich offiziell der Freundin des Barkeepers vorgestellt wurde habe ich nur ein oder zwei Fettnäpfe erwischt - kurz: es war ein schöner Abend, wenngleich mit einem seltsamen Einschlag.

Was sich im Übrigen nahtlos einreiht: am Vorabend war ich mit dem Frosch verabredet, nach meinem Verständnis zum Essen. Kurznachrichten mit Schreibfehlern sind wohl nicht das beste der existierenden Kommunikationsmittel, jedenfalls hatte Monsieur le Frog schon gegessen und so saß ich in meinem besten Wow!-Kleid hungrig auf seiner Couch und betrachtete unscharfe Urlaubsbilder. Nebenbei bekam ich wirklich gute Tipps für meinen anstehenden Urlaub und abgesehen von einer kleinen Auseinandersetzung (ich: hungrig, er: stur) war es ein nettes Treffen, nur eben: auch irgendwie seltsam.

Ich schätze, mein Karma in Umbruchzeiten ist einfach nicht auf der Höhe...

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