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Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.

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Wenn alles anders wäre (Posting im Konjunktiv)

Auf Tage großer Zufriedenheit folgen naturgemäß auch Tage, an denen grundlos vieles in Zweifel gezogen wird. Wieso eigentlich?
Mein Leben könnte ich genauso gut auch völlig anders leben - ohne gleich das Land oder den Job zu wechseln:
Anstelle der großzügigen Wohnung mit großem Balkon in wunderschöner Randlage könnte es auch eine kleine Wohnung mitten in der Stadt tun - in einem der bunt zusammengewürfelten Viertel, weniger laufende Kosten, kürzere Wege, kein Balkon, statt dessen raus in die Parks und in die Biergärten. Vielleicht ohne Auto, ohne Fuhrpark, nur mit Fahrrad und Monatskarte und jeden Abend ausgehen. Altbau mit Beschränkung auf das Wesentliche statt sorgsam eingerichtete Neubaulangeweile, Sport zum Figurerhalt 1-2x pro Woche, dafür mehr Zeit im Nachtleben und mit Freunden. Fernseher und DVD-Player raus werfen, statt dessen regelmäßig in's Kino.
Und doch: hat alles seinen Grund, aus dem heraus es ist, wie es ist. Als Ausgleich zu 120% Vollgas und Energie die meiste Zeit der Woche über brauche ich meine Couch und stundenlang Zeit; die Sport-Ambitionen sind von innen heraus entstanden und warum sollten sie unterdrückt werden?; mögliche eingesparte Kosten würden fast vollständig in die explosionsartig steigenden Ausgeh-Kosten fließen und mein Auto fährt mich winters über auf's Angenehmste in die Berge zum Skifahren, was per Bustour enorm anstregend wäre.
Manche denkbare Alternativen sind zwar nicht ohne Reiz, aber es ist schon okay mit dem Unterschied zwischen Präsens und Konjunktiv...

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