Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und das kann man sich zu Nutze machen. Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude und auch das lässt sich verwenden. Der Körper folgt nahezu widerstandslos dem Geist, wenn dieser nur entschlossen genug ist. Kurz: hier wird mit allen Mitteln gearbeitet, nichts ist heilig.
Vorbereitend ging am Vorabend bereits häufiger die unerschütterliche Tatsache durch den Kopf: morgen früh gehe ich laufen. Zum Einschlafen dann die Vorfreude auf den entspannten Trott, in den der lauf-gewohnte Körper schnell fällt. Auf die zuckersüß verschneite Landschaft drumherum. Auf das gute Gefühl danach.
Heute früh also aus dem Bett gekullert, in die bereit gelegten Laufsachen (zwei- bis drei-Schicht-Betrieb) geschlüpft und los: die Vorstadt erwacht erst langsam, noch kann man einzelne erleuchtete Fenster zählen. Der Schnee knirscht und ist griffig, die Luft kommt mir längst nicht so kalt vor wie sie eigentlich sein müsste. Erste Begegnungen mit Gassi-Hunden, erste räuspernde Kommunikation "mmorgn", noch funkeln die Sterne. Der Wald sieht aus wie eine Weihnachtskulisse, wird wegen Dunkelheit jedoch links liegen gelassen. In den Straßen trifft man bald auf erste Schneeschieber und vereinzelt tickende Standheizungs-Autos deuten an, dass das Leben nach und nach in den Tag rollt.
Und weil Bewegung draußen gegen Frösteln im Alltag helfen soll, werde ich heute Abend beim nächsten Glühwein gleich sehen, ob's schon wirkt!