Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Bei manchen Ereignissen suche ich zwar noch nach ihrer positiven Seite (jja ja, ich hadere immer noch ein wenig...), dafür habe ich im Gegenzug kürzlich sehr deutlich die Schattenseiten des Jagdfiebers gefunden - Anmache unter Freunden ist eben ein Wagnis.
Selbst abseits des üblichen Beuteschemas gibt es ein klares instinktives "ja" oder "nein" hinsichtlich möglicher Annäherung, das sich binnen der ersten Sekunden des Kennenlernens einstellt. Ich habe im letzten Vierteljahrhundert noch nie erlebt, dass sich diese Einteilung im Verlauf der Bekanntschaft oder Freundschaft noch ändert, und so sind und bleiben manche Männer eben "unmöglich". Fatal, wenn diese dann über Hartnäckigkeit, körperliche Vehemenz oder Überredungsversuche dennoch stundenlang an der Dame ihrer abendlichen Wahl herumgraben - besonders leicht tappen sie nach dem Genuss alkoholischer Getränke in diese Falle. Die Reaktion der Gegenseite: Fluchtinsinkt!
Bei Neu-Begegnungen erledigt sich das sehr schnell, bei guten Freunden wird der Fluchinstinkt zuweilen unterdrückt, denn man hat doch schließlich jemanden vor sich, auf dem man nicht skrupellos herumtrampeln will?! Und überhaupt: wollte frau doch einen schönen Abend genießen, den sie nicht mittendrin abbrechen will - also was tun?
Jede Frau meines Freundeskreises kennt diese Situation und es passiert immer das Gleiche: er baggert stundenlang herum, sie hält genauso stundenlang die Restdistanz aufrecht und weicht aus, am Ende bleibt dennoch: ein fader Beigeschmack.
Auch wenn es schmeichelhaft ist, von jemandem begehrt zu werden, den man schätzt - sobald Charme in Zudringlichkeit und Umwerben in Körperlichkeit umschlagen, leidet jedes freundschaftliche Vertrauensverhältnis. Zumindest vorübergehend, bis wieder Entspannung einkehrt...
Hoffentlich passiert mir das nie mit dem Theaterfreund!!