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Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.

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Nur noch halb so einfach

Früher ergab sich häufiger, dass man als Paar zusammen mit befreundeten Paaren schöne Dinge unternahm: Rodeln, Abendessen, Biergarten, Radtouren etc. Jetzt bin ich aber nicht mehr ein halbes Paar, sondern ein ganzer Single. Und nach und nach schlich sich ein zögerlicheres Verhalten im Umgang mit den befreundeten Paaren ein, zunächst kaum merklich und unbewusst. Im Gespräch mit einer Freundin kam ich jetzt darauf, was dahinter steckt: die Sorge, dass verheiratete Freundinnen mich als Bedrohung wahrnehmen könnten. Nicht etwas, weil sie latent untreue Männer haben und noch viel weniger, weil ich die Fühler nach selbigen ausstrecken könnte. Sondern vielmehr, weil ich im Laufe des Erwachsenenlebens immer wieder konsterniert feststellte, wie viele Männer Gelegenheiten suchen oder wahrnehmen, wenn sich ein attraktives Weibchen im rechten Moment ergibt.
Nachdem ich so einige Erkenntnisse über eigene Ex-Partner erst im Nachhinein hatte, kommen zudem Zweifel an meiner Menschenkenntnis dazu. Das alles zusammen führt dazu, dass ich instinktiv vermeide, mit befreundeten Partner-Anhängseln allein zu sein und mich grundsätzlich viel stärker zurücknehme, damit bloß nicht das eigentlich Wichtige, nämlich die Freundschaft zu den Mädels oder den Paaren insgesamt, auch nur ansatzweise bedroht werden kann.
Zum Glück ist meine eigene Vorsicht oder Paranoia viel größer als die meiner Freundinnen, da sie noch dazu unbegründet ist. Aber erschreckend, wie sehr Vertrauensmissbrauch im Laufe von Jahren das eigene Verhalten beeinflussen kann...
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