Gleichzeitig: war und wollte ich schon immer. Nie entweder oder, sondern immer ein klares "und". Aufregung und Sicherheit im Privatleben, geistige Herausforderung und simple lass-uns-ein-Bier-trinken-und-feiern-Mentalität bei den Männern, Kopf und Körper und überhaupt. Gleiches gilt für die privatwirtschaftliche Entwicklung und wie schon vor 80 Jahren stellt sich auch heute angesichts wirtschaftlicher Unsicherheit die Frage: was tun? Dem Credo der letzten zwei Generationen folgen und sich mühsam "etwas" aufbauen mit Sparen, zur Seite legen, anlegen, auf die hohe Kante legen und Verzicht im heute für Sorglosigkeit in der Rente? Schwer, daran zu glauben. Oder besser in optimistischen Fatalismus einschwenken: das Heute genießen, wer weiß was morgen kommt. Bereitschaft zur Veränderung bedingt das Vermeiden tieferer Wurzeln, ein Nicht-Festsetzen und die Möglichkeit, das Bestehende aufzugeben zu Gunsten neuer Chancen. Was bringt heutiges Verzichten + Sparen angesichts morgiger Inflation? Wer keine Rücklagen hat kann bei Hartz IV gleich in die Vollen gehen, ohne zunächst die eigene Alterssicherheit auflösen zu müssen; sind Helden des Nichts-Habens wie die schrecklich nette Bundy-Familie besser dran? Ich glaube, niemand sollte in unsicherer werdenden Zeiten gegen seine Gewohnheiten angehen. Wer Sicherheit anstrebt, wird und kann weiter ansparen, jedoch ab und an einen kritischen Blick darauf werfen: was wäre, wenn... die Inflation hochschnellt... der Job weg ist... das System der Altersvorsorge kippt... alles ganz anders kommt? Fazit: nie die Möglichkeit des Loslassens ganz außer Acht lassen, um in privaten wie auch in wirtschaftlichen Umbruchzeiten immer neu anfangen zu können.