Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Um eine Beziehung frisch zu halten, sollte man eines unbedingt vermeiden: eine feste Beziehung zu führen.
Wie sonst ist zu erklären, dass man die schönsten Dinge selten mit dem eingeschworenen Partner erlebt?
Als Single unternehme ich viel und tanze singend über blühende Wiesen (gefühlter Gemütszustand). Weltmeister-Finale mit Freunden, Grillen in fröhlicher Runde, Eis-Essen mit Blick auf den Fluss - alles kein Problem mit guten Freunden ringsum, aber in längerfristigen Beziehungen erstaunlich selten bis "nimmermehr". Anderes Beispiel: heute war ich am halbwegs frühen Morgen am See mit Mann und Sonne und bin mit so tatkräftiger Unterstützung endlich und erstmalig quer durch den See gekrault, ha! geht doch. In den vergangenen 10 Jahren war das ein Ding der Unmöglichkeit, wenn es um den Partner der aktuellen Beziehung ging: von Angst vor Ertrinken bis Angst überhaupt war alles dabei, und unbequem fanden es die Herren erst recht: Aufraffen, losfahren, Handtuch einpacken, Sonnenmilch nicht vergessen, hach, was sind das für dramatisch hohe Anforderungen... Als ich heute all das Revue passieren ließ, kam mir der Gedanke, dass es vielleicht gar nicht die Männer im Speziellen, sondern die Männer im Beziehungstrott sind, die spontane Unternehmungen boykottieren. In Affären und in der Werbephase sind sie alle wundervoll, einsatzbereit und unternehmungslustig. Doch kaum entsteht daraus ein heimeliger Beziehungsstatus mit Wohlfühl-Vertrauen und anderen Illusionen, schon schleicht die Lethargie durch alle Ritzen.
Und die Moral von der Geschicht?
Die Werbephase nie hinter sich lassen!