Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Was begründet eigentlich das Paradox, dass meine Freunde (und Affären) wohl ausgesucht, verlässlich und wohltuend sind - meine Beziehungen (zumindest die letzten 2) jedoch nicht? Das muss doch mal ergründet werden, wenn schon Grübelei über Männer, dann zielgerichtet!
Die erste Erkenntnis dazu ist die, dass die Wahrnehmung von Hormonen, Zeitpunkt und den aktuellen Lichtverhältnissen abhängt. So erschien mir schon so mancher als weißer Ritter, der die Holde (mich!) minnesingend hofiert und schließlich auf seinem Ross in's Paradies entführt. Wechseln wir den Blickpunkt darauf, war es aber vielmehr ein totes weißes Pferd, das weder durch gutes Zureden noch stärkeren Antrieb wirklich voran kam.
Es heißt immer, dass man in Beziehungen kompromissbereit sein muss - aber vielleicht schadet es auch nicht, sich eine Liste absolut-notwendiger Eigenschaften zurecht zu legen. Der Plan: im nächsten Hormontaumel kurz inne halten und die Liste abgleichen: ist er mutig, unternehmungslustig, hat Interessantes zu erzählen und, vor allem das: ist er gut zu mir? Oder weist die Fassade schon nach wenigen Monaten Risse auf, um schließlich in einer großen Staubwolke flächendeckend abzubröckeln?
Auf die Gefahr hin, dass eine solche Liste im Eifer des Verliebtseins übermäßig wohlmeinend interpretiert wird - versuchen kann man es ja mal!