Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Viele lamentieren, dass die heutigen Zeiten zu hektisch wären. Zu kalt, zu (lebens-)feindlich, zu anonym, zu selbstsüchtig, zu leer.
Ich sehe das ein bisschen anders: Nicht nur, dass es jede Menge Zeitalter gibt bzw. gab, bei denen ich sehr froh bin, sie verpasst zu haben. Wer will schon die fehlenden Einzelwaschbecken des Mittelalters im Alltag haben oder die bescheuerten Klamotten / Frisuren aus zukünftigen Science Fiction Zeiten?!
Noch viel eindrucksvoller finde ich jedoch die Tatsache, dass immer mehr Wissenschaft ein breites Publikum findet: populärwissenschaftliche Bücher schaffen es in die Bestsellerlisten, während auf immer mehr TV-Sendern Wissenssendungen, Reportagen und Dokumentationen sich gegenseitig den Rang ablaufen. Ja - und?! Ja, super: immer mehr Menschen sind neugierig, wissensdurstig und interessieren sich für mehr als nur den Inhalt ihrer Chipstüte.
Kurz gesagt bin ich der Meinung, dass wir in einer der faszinierendsten Zeiten leben, die man sich nur vorstellen kann: Die wirtschaftlichen Herausforderungen sind spannender als jede BWL-Vorlesung bisher nur sein konnte. Das Tempo der physikalischen / chemischen / biologischen Erkenntnisse ist geradezu atemberaubend. Das Internet dient jedem Hinz und Kunz als Nachschlagewerk, selbst wenn er vorher noch nie ein Lexikon in der Hand hatte. Wer immer es sich leisten kann, bereist die Welt und lernt dabei in fast allen Fällen mehr kennen, als der Werbekatalog versprochen hat.
Bei so viel Interesse für das, was um uns herum passiert, kann diese Zeit gar nicht so übel sein!