Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Mein Hormonhaushalt hat spitz gekriegt, dass die Sonne langsam kräftiger wird, die Kälte nachlässt und die Tage länger werden, kurz: der Frühling ist da! Mit allen Vor- und Nachteilen, versteht sich. Und so ertappte ich mich dabei, dass ich meinem Gegenüber so sehr an den Lippen hing und gleichzeitig überlegte, dass ich seine Wangen gern zwischen die Hände nehmen und mit meinem Kopf ganz nah herankommen und die Konsistenz von Haut und Haar gern ganz genau in Augenschein und überhaupt wollte, dass ich mich kaum noch auf die Unterhaltung konzentrieren konnte. Ehrlich, er hätte auch die Speisekarte rückwärts vorlesen können oder Glückskekse zitieren, total egal. Kurz: ich war leicht berauscht und umnebelt und konnte endlich mal wieder mit angenehmen Tagträumen einschlafen.
Zunächst war ich überzeugt, dass die Wirkung allein dem speziellen Mann zuzuschreiben ist und ich einfach hoffnungslos auf ihn fixiert war, aber dann: nicht viel später fiel mein Blick auf ein Bild von einem Mann!
Hing doch nicht weit von mir das Porträt eines sehr symmetrischen Männergesichts in Großaufnahme rum und prompt stellte sich die gleiche Reaktion ein: am liebsten hätte ich ihn angefasst, seinen Kopf zwischen meine Hände und meine Lippen immer näher und - Stop! Ich knutsch doch kein Bild, Hormone hin oder her!!!
Ob ich in diesem Zustand vielleicht besser die gemischte Sauna links liegen lasse - wer weiß, was sonst passieren kann?!?