Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Eine alte Weisheit besagt: Die Summe aller Laster bleibt konstant.
Was soll ich sagen? Es stimmt!
Zigaretten sind mein Trostpflaster für den Unbill des Lebens, eine Art Belohnung dafür, jeden Tag auf's neue gut über die Bühne zu bringen, zu genießen, trotz allem und mit allen Facetten. In besonders schönen Momenten: das i-Tüpfelchen des Genusses, vor allem im Sommer unter Sternenhimmel. In schwierigen Zeiten der Ausgleich. Wenn dies-und-das eh doof ist, dann will ich mir wenigstens was gönnen!
Vor einigen Wochen bereits kam wie aus dem Nichts die schwache Ahnung, dass sich diese Gewohnheit durchbrechen lässt. Und seit einigen wenigen Wochen funktioniert es (meistens) tatsächlich: Kaum nehme ich mein Leben in die Hand, lasse mich auf Risiken und Abenteuer und jede Menge Bürokratie ein, schon tritt der Kompensationsfluch in den Hintergrund. Noch nicht ganz ausgemerzt sind die kostbaren geschnorrten Feier-Zigaretten nach dem 2. Drink, aber ansonsten sind die Momente des Verlangens erfreulich gering und meistens nur wenige Minuten lang.
Jetzt heißt es also Luft anhalten und Daumen drücken, dass kein unverhoffter Rückschlag auftritt - dann kann ich stolz verkünden, die Gunst der Stunde für eine große Portion Willensstärke genutzt zu haben. Ein Gefühl von Stolz, das fast mindestens so schön ist wie der genussvolle Zug an "Liberté toujours". Und noch viel mehr Freiheit bietet als jeder noch so schöne Werbeslogan!