Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Wenn ich zurückblicke, war es jedes Jahr das Gleiche: pünktlich zum Spätsommer / Herbst tauchten erwartete oder (zumeist) unerwartete Protagonisten auf, mit denen sich ein netter Flirt oder ein Strohfeuer oder ein Funkenregen oder irgendwas dazwischen ergab. Ich weiß noch, wie ich vorletzte Wiesn-Saison zwischen der Abendbegleitung des Seglers, dem "beidhändig Küssen" des Froschs und der Einladungs-SMS des Barkeepers schwankte. Oder wie letztes Jahr das kurze, aber intensive Lustspiel-Drama mit dem Guide und die Begegnung mit dem Studenten folgten. Und jetzt, wo ich eigentlich nur Ruhe (ja, wirklich: RUHE!) will, kommen längst vergessene Gestalten um die Ecke.
Kaum habe ich den SMS-Flirt aus August auf Eis gelegt, laufe ich Ex-Kollegen in die Arme. Eine mögliche Vertiefung der platonischen Freundschaft mit Vchen kann ich getrost beiseite lassen, genauso wie die große erste Liebe, die man besser nicht aufwärmen sollte. Dann taucht nach gefühlten 5 (echten 2) Monaten Abwesenheit der Schwimmer aus dem Nichts auf und jetzt auch noch eine sehnsuchtsvolle Nachricht vom Guide. Ausgerechnet.
Nein, ich werde nicht antworten. Keinem davon. Glaube ich zumindest. Oder zumindest nicht jetzt.
Ich glaube, bei so viel Overflow hilft nur noch eins: ein geruhsamer Abend in der Lieblingsbar. Mit Cocktail, ohne Mann.
Nur der Barkeeper darf rein, der muss schließlich die Bar keepen und die Cocktails mixen.
Und der Sänger, schließlich will ich Musik.
Und der Wiender Schmäh, schließlich brauche ich jemanden zum Tanzen.
Aber sonst keiner!