Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Ich kann mir ein Leben ohne Freunde nicht vorstellen - und doch hatte ausgerechnet ich schon mal einen freundlosen Freund, was zunächst praktisch erschien: keine Saufparties mit Fußballkumpels, keine grölenden Kegelabende und für gesellige Runden lief er mir einfach hinterher. Bei der Trennung gab's erfreulicherweise kein Freunde-Problem mit Aufteilen oder Aus-dem-Weg-gehen, waren nämlich alles meine.
Nur... was ist das für ein Mensch, der keine Freunde hat? Der sich vor seinem Computer verschanzt, wenn die engsten Co-Freunde Umzugshilfe gebrauchen könnten? Den es nicht interessiert, was die Nachbarn treiben, der Kollegen für ausreichend Kontakt zur Außenwelt hält und der nie etwas verspricht (oder es nicht so meint), weil es ja zu gegebenem Zeitpunkt gerade unpassend oder unbequem sein könnte?!
Was mich zu folgender Überlegung bringt:
Wenn man wählen müsste:
A) Freunde, aber keine Beziehung
B) Eine Beziehung, aber keine Freunde
...
Ehrlich, die B-Leute verstehe ich einfach nicht - wie soll ein einzelner Mensch die Rundum-Funktion von 3, 5 oder mehr echten Freunden abdecken? Und: kann das für die Beziehung gesund sein??