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Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.

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Ich, nur ich!

Allein, einsam, lonesome cowboy... was auch immer - gejammert wird eh schon genug, hier also mal die Gegenmittel auflisten. So als theoretische Übung für spätere praktische Anwendung oder so.

Hintergrund ist: Männer sind ätzend. Oder, anders gesagt: ich fürchte, die letzten attraktiven, intelligenten, interessanten und gutaussehenden jenseits der 30 hatte ich schon. Was ja immerhin beinhaltet, dass ich mich die letzten Jahre mit der Creme de la Creme der Männerwelt umgeben habe, Ehre wem Ehre gebührt ;-)

Das Dumme ist nur, dass jetzt alle weg sind. Schließlich bin ich ja nun mit ihnen durch, also ist jetzt erst mal ganz schön Ebbe angesagt. Ein kurzer Verzweiflungs-Anflug an einem völlig unausgelasteten Wochenende hat nichts als lästige Kommunikations-Komplikationen mit sich gebracht, denn in all dem Eifer hatte ich völlig übersehen, dass ich mir ein Treffen mit niedlichem-Typ-mit-Hund im Voralpenland so überhaupt nicht vorstellen kann. Schließlich sind 100% des Vorstellungsvermögens nachhaltig blockiert mit Bildern aus den letzten paar Jahren, was will ich damit irgendeinem dahergeradelten, schmallippigen Alpen-Briten?! (Ob es ok ist, wenn ich mich nur mit dem Hund treffe??)

Statt dessen also die vorherigen Pläne wieder aufgreifen und auf altbekannte neue Ziele setzen: auf ich mit mir und mich und was ich mit mir so anfangen kann.

Auch wenn die passende Urlaubskutsche noch mindestens so fern ist wie das nächste Reise-Zeitfenster, so kristallisieren sich doch schon Ideen heraus: Steilküste, Inselhopping, Aufbruch nach Westen und in einer der später folgenden Reisen auch mal das große Wagnis Linksverkehr (letzte Erfahrungen liegen 26 Jahre zurück, das Trauma aus der Beinahe-Kollision eines bremsuntüchtigen Fahrrads mit einem super-bremsbereiten Auto sollte überwindbar sein). Und nebenbei die Frage nach "Und, was mach ich dann da mutterseelenallein den ganzen Tag / Abend / Nacht??" führt zu einer Buchliste quer durch Philosophie, Physik, Psychologie und Pkrimis - wenn ich endlich richtig viel Zeit und Muße dafür habe. Und dem guten Vorsatz, sich endlich richtig, richtig viel Zeit für gute Fotos zu nehmen! Und nicht immer mit einem Haufen ganz-netter-Schnappschüsse von fernen Orten zurückzukehren. Bei Menschen rundum Föhn, Wasserkocher oder Taschenlampe zu borgen (weniger Gepäck, mehr Gesprächs-Opener) und sie nach ihren Geschichten zu fragen. Reisetagebuch schon unterwegs erstellen, sozusagen blog-on-the-run. Und die Zeiten allein wieder aushalten lernen (1. Schritt) und wieder genießen (2. Schritt). Ist vielleicht gar nicht schlecht, dass es bis zur nächsten Reise noch etliche Monate hin ist, im Moment wäre das vermutlich noch etwas zu viel des Guten...

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