Jeden Tag oder jede Woche: semi-philosiphische Erkenntnisse über das Leben, die Liebe und die Party.
Die gute Nachricht vorneweg: es hat gereicht für einen kleinen Schwung Kreiselendorphine. Und die alten Basics aus Jive-/Latein-Zeiten kommen mehr und mehr zurück, der Körper verfügt über ein großartiges Gedächtnis. Die Kehrseite der Medaille ist leider auch stark zugegen gewesen: wer schon nicht frisch geduscht zur Abendveranstaltung aufbricht, hat nicht so ganz auf dem Schirm, dass man beim Tanzen a) transpiriert und b) Frauen nah kommt. Wer BlutFlecken auf dem Hemd hat sowie einen großflächigen Kaffeefleck auf der Schulter, braucht nicht auf engere Tänze (Stichwort: Standard) hoffen. Wer bereits 10 min. nach Eintreffen muffelig müffelt, braucht nicht mit der Ausrede zu kommen, bereits getanzt zu haben. Noch schlechter ist der Versuch: "Ich hab' gedacht, man sieht's nicht" (zu den Flecken). Leider, leider wurden meine Vorurteile bezüglich Dicker (die beileibe nicht auf alle zutreffen, das weiß ich wohl) bestätigt: wer sich in Sachen Figur und Alkohol gehen lässt, wirkt nicht von ungefähr ziemlich ungepflegt. Fatal, wer mich dann noch nach meiner Meinung fragt, ich kann doch nicht lügen, und sei es noch so diplomatisch...
Wenn jemand von sich selbst sagt, dass er seinen eigenen Anblick im Spiegel nicht mit Wohlgefühl verbinden kann - der soll was ändern, Himmel nochmal! Ich rede nicht von plastischer Chirurgie, sondern von sauberer Kleidung, Ausnutzen der Errungenschaften westlicher Zivilisationen und einer Runde Selbstdisziplin.
Es muss ja nicht gleich der "Schöne Manfred" sein, der offenbar der Platzhirsch der Boogie-Szene ist oder sich zumindest selbst so sieht - aber beim nächsten Mal bringe ich mir einen angenehmeren Herrn mit, der zwar ein wenig fade und ein wenig zu sehr interessiert ist, aber dafür auch für beidseitige Unterhaltung über einen halben Abend völlig ausreicht.
An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt: wenn nur einer redet, ist das keine charmante Unterhaltung - es ist nur Lärm.